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Verbindlich geboten


Kunstausstellung langfristig etabliert

12.10.2010 (mhe)
Die Abteilung "Kirchliche Kunst“ des Marburger Museums für Kunst und Kulturgeschichte ist seit der ersten Oktober-Woche im Landgrafenschloss wieder für das Publikum geöffnet. Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause begrüßte ungefähr 100 Besucher zum Abschluss der rund zweijährigen Modernisierungsphase. Unterstüzt wurde die Sanierungsmaßnahme der Philipps-Universität von der Stiftung der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (SKMB) mit einer Spende über 18.000 Euro.
Die Abteilung in der zweiten Ebene des Wilhelmsbaus erhielt einen neuen Anstrich und ein flexibleres Beleuchtungssystem. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Fabian Fröhlich erarbeitete zudem ein neues Konzept für die Aufstellung der Zeugnisse kirchlicher Kunst vom 9. bis zum 19. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kunstgeschichte der Stadt Marburg sowie des Landes Hessen.
Fröhlich sorgte für eine übersichtliche Gliederung in elf Themenbereiche. Dazu gehören zum Beispiel "Die Anfänge des Christentums in Hessen“, "Die Elisabethkirche“, "Der protestantische Kirchenraum“ sowie "Heiligenverehrung und Volksfrömmigkeit“. Ferner wurden einige vorher gezeigte Werke durch andere Exponate ausgetauscht oder besser zur Geltung gebracht.
"Bei der neuen Aufstellung erhalten Besucher somit etwa einen schnellen Überblick zu der großen Anzahl von ehemaligen Ausstattungsstücken der Marburger Elisabethkirche, die sich als Dauerleihgabe im Museum befinden“, erklärte Fröhlich in seinem Einführungsvortrag. Darunter befindet sich eine große Anzahl von Fensterbildern. Hierzu zählen beispielsweise das Schutzgehäuse für den Elisabethschrein, ein romanischer Prunkschlüssel, zwei Scheibenreliquiare sowie eine Reihe von Heiligenfiguren, die einst die Chorschranke schmückten.
Besucherfreundlich ist darüber hinaus die informative deutsch-englischsprachige Beschriftung der Kapitel und Objekte. Museumsdirektorin Dr. Agnes Tieze wies in ihrer Eröffnungsrede auf die Notwendigkeit hin, in naher Zukunft auch die anderen Abteilungen des Museums im Schloss neu zu strukturieren. Außerdem müsse sich das Museum an die gewandelten Besucheransprüche der letzten 30 Jahre anpassen.
Die ursprüngliche Präsentation war bereits Ende der 70er Jahre durch den damaligen Museumsdirektor Dr. Carl Graepler realisiert worden. Fröhlich wird in Führungen die Höhepunkte der Dauerausstellung vorstellen und ihren historischen sowie kunsthistorischen Zusammenhang erläutern.
Der nächste Führungstermin ist am Mittwoch (20. Oktober) ab 12 Uhr. Das Landgrafenschloss ist in den Monaten November bis März jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr sowie in den Monaten April bis Oktober jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
pm: Philipps-Universität Marburg
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