15.04.2008 (nur)
Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch hat am Dienstag (15. April) das Marburger Forschungszentrum "Deutscher Sprachatlas" besucht. Im Gespräch mit dem Team des Forschungszentrums informierte sich Koch über den aktuellen Stand: "Ich habe hier im Marburger Deutschen Sprachatlas ein Beispiel dafür gesehen, wie geisteswissenschaftliche Spitzenforschung heute aussehen soll."
Die Forschungseinrichtung gehöre aktuell zu den "Leuchttürmen geisteswissenschaftlicher Forschung" in Hessen, lobte der Ministerpräsident. Beeindruckt zeigte sich Koch auch von dem jungen Team, dass nicht nur in der sprachwissenschaftlichen Forschung Exzellenz zeige, sondern gleichzeitig die Studierenden in die Arbeiten einbeziehe und so beispielhaft Forschung und Lehre verbinde.
Das Marburger Forschungszentrum "Deutscher Sprachatlas" (DSA) ist das älteste sprachwissenschaftliche Forschungsinstitut der Welt. Hier wurde im Jahr 1876 die Sprach-Geografie als wissenschaftliche Disziplin begründet. In den 50-er und 60-er Jahren hatte das Forschungszentrum entscheidenden Anteil an der theoretischen und methodologischen Internationalisierung der deutschen Sprachwissenschaft.
Der DSA konnte in den letzten Jahren seine Stellung als zentrale Forschungseinrichtung des gesamten deutschsprachigen Raums für die Wissenschaftsdisziplinen Dialektologie, Variations-Linguistik und Regionalsprachen-Forschung ausbauen. Die aktuellen methodologisch-technischen Entwicklungen würden allgemein als maßstabsetzend angesehen, erklärte die Universitätsleitung. Der Versuch, die theoretischen Grundlagen einer neuen sprachwissenschaftlichen Teildisziplin "Sprachdynamik" zu entwickeln, stoße national und international auf positive Resonanz.
pm: Philipps-Universität Marburg
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