08.08.2010 (fjh)
Der Fußgängertunnel unter der Biegenstraße wird nicht mehr genutzt, seit es auf gleicher Höhe beim Verwaltungsgebäude der
Philipps-Universität einen signalgeregelten Fußgängerüberweg gibt. Den verwaisten Tunnel soll die Initiative "RADikate" ab Mitte August als eine Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt nutzen. Das hat Bürgermeister Dr. Franz Kahle mitgeteilt.
Ein "Rückbau" durch eine - aus statischen Gründen notwendige - Beton-Verfüllung wäre zu teuer gekommen. Einen Antrag auf finanzielle Unterstützung des Projekts "RADikate" der rot-grünen Koalition hatte das Stadtparlament im Juni mit den Haushaltsberatungen angenommen.
Die Tunnel-Eingänge hatte die
Stadt Marburg bereits durch Stahltüren verschlossen. Derzeit ist "RADikate" dabei, das Innenleben der Werkstatt einzurichten.
Nach ihrem Konzept soll die Werkstatt allen offenstehen, die Lust haben, sich ihren Drahtesel selbst zu reparieren. Beabsichtigt ist auch, Fahrräder gegen Pfand und Gebühr zu verleihen.
Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) wird das Projekt mit einer Starthilfe für Werkzeug unterstützen. Die Stadt hat die Tore und den Elektro-Anschluss finanziert.
pm: Stadt Marburg
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