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Teure Erkenntnisse


Kooperation zwischen Melbourne und Marburg

02.08.2010 (fjh)
Die neuesten Erkenntnisse von Chemikern aus Marburg und Melbourne über eine spezielle Magnesium-Verbindung hat die Fachzeitschrift "Nature Chemistry" am Sonntag (1. August) vorab in ihrer Online-Version veröffentlicht. Das hat die Philipps-Universität am Montag (2. August) mitgeteilt.
Magnesium ist eines der leichtesten Metalle und damit von großem Interesse als potentieller Speicher für Wasserstoff. Das wiederum ist für die anwendungsbezogene Forschung auf dem Gebiet neuer Energieträger von hoher Bedeutung.
Die untersuchte Verbindung kann Wasserstoff aufnehmen, aber auch wieder abgeben. Sie ist sogar löslich, berichtete Prof. Dr. Gernot Frenking: "Sie kann als löslicher Wasserstoffspeicher Ausgangspunkt für neue Materialien auf diesem heiß umkämpften Gebiet werden."
Durch quantenchemische Rechnungen hat der Dekan des Fachbereichs Chemie an der Philipps-Universität gemeinsam mit der Doktorandin Nicole Holzmann das Fundament bereitet für die gezielte Weiterführung der Experimente, die in Kooperation mit einer australischen Arbeitsgruppe von Prof. Cameron Jones durchgeführt wurden. In ihrem Aufsatz berichten die Forscher außerdem über eine Aluminium-Verbindung, die eine ungewöhnliche chemische Bindung zum Kohlenstoff aufweist. In dieser Form konnte solch eine Bindung bisher nicht in einem Molekül realisiert werden.
"Wir konnten durch Rechnungen zeigen, auf welche anderen Verbindungen diese neuartige Reaktion übertragen werden kann“, erklärte Frenking. Diese theoretischen Erkenntnisse werden nun wiederum von den australischen Kooperationspartnern in Experimenten getestet.
Für Frenking ist diese Vorgehensweise "ein Beispiel für moderne Chemie, bei der Experiment und Theorie sich gegenseitig befruchten und ergänzen“. Finanzielle Unterstützung bekamen die Wissenschaftler von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Australian Research Council.
pm: Philipps-Universität Marburg
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