10.06.2010 (fjh)
Paul Chillingworth alias "Mister Twinning" ist tot. Das hat die
Stadt Marburg am Donnerstag (11. Juni) bekanntgegeben.
Der 1. Vorsitzende des Freundeskreises Northampton-Marburg erlag einem Krebsleiden. Der 67-jährige Brite war bereits am Montag (3. Mai) im Northampton General Hospital verstorben.
Chillingworth war zunächst als Mitglied, dann als Schatzmeister und zum Schluss als Vorsitzender im Freundeskreis aktiv. Der Freundeskreis Northampton-Marburg war Wegbereiter der Partnerschaft zwischen den beiden Städten.
"Paul war ein sehr engagiertes Mitglied der Gemeinschaft, interessierte sich für Menschen und ihre Belange", kommentierte seine Ehefrau Sandra Chillingworth die Schaffensjahre ihres Mannes gegenüber der Northamptoner Tageszeitung "Chronicle & Echo". "Er glaubte fest an den Freundeskreis, kämpfte für sein Fortbestehen und gab den Freundschaften zwischen Marburgern, Poitevinern und Northamptonians durch seine Arbeit einen hohen Stellenwert."
Chillingworth wurde 1942 in Daventry geboren und wuchs in der Nähe von London auf. Seine Berufsjahre verbrachte er zunächst bei der Royal Air Force, bevor er in den Polizeidienst und zum Schluss ins Bankenwesen wechselte.
Seine letzte Tätigkeit brachte ihn nach Northampton, wo er sich bald für den Freundeskreis engagierte. Er war ein begeisterter Fotograf und Fußballfan. Außerdem liebte er Autos der Marke Jaguar und baute gerne Modellflugzeuge.
"Wir sind sehr betroffen über den Tod von Paul, der ein großer Freund von Marburg war", kommentierte Christa Stoffregen die traurige Nachricht. Sie ist die 1. Vorsitzende des Freundeskreises in Marburg.
"Trotz seiner Behinderung durch einen Schlaganfall vor wenigen Jahren nahm er am Besuch der Delegation teil und erfüllte auch seine Aufgaben als Vorsitzender beim Empfang im Rathaus und beim Abendessen", berichtete sie. Der Freundeskreis werde ihn und seinen Einsatz für die Partnerschaft nicht vergessen!
Die Arbeit des Freundeskreises in Northampton und in Marburg kann dabei nicht zu hoch eingeschätzt werden. Freundschaften und Kontakte bleiben besonders durch das Engagement der beiden Freundeskreise lebendig.
In Marburgs englischer Partnerstadt sind zudem die Strukturen anders als in der mittelhessischen Universitätsstadt. In Marburg gibt es sowohl einen Informationsservice für die Partnerstädte als auch einen städtischen Ansprechpartner. In Northamtpon bestehen solche Stellen nicht.
Chillingworth, der im Freundeskreis den Spitznamen "Mr. Twinning"
trug, hinterlässt in Northampton seine Frau Sandra, seine Kinder Myles und Kerry und seine Enkelkinder Danika, Max und Adam. Doch "Life goes on!"
Dieses geflügelte Wort kann gleichzeitig hart und tröstlich klingen. Aber es trifft auf Ehefrau Sandra zu. Im September wird sie mit einer Delegation aus Northampton ihre deutsche Partnerstadt an der Lahn zum "Tag des Denkmals" besuchen.
pm: Stadt Marburg
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