04.06.2010 (fjh)
jedes zehnte Kind leidet aktuell unter einer psychischen Erkrankung. Das behauptet zumindest das
Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin (IVV) der
Philipps-Universität.
Obwohl die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie noch eine junge Disziplin ist, konnte man bereits die Ursachen der meisten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ergründen und für fast alle Störungen effektive Behandlungsmethoden entwickeln. Den betroffenen Kindern könnte also effektiv geholfen werden.
Leider wird das vorhandene Wissen in der allgemeinen Gesundheitsversorgung aber nicht hinreichend genutzt. Ein Termin bei einem Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten ist nicht selten mit monatelanger Wartezeit und langer Anreise verbunden. Die Psychotherapeuten-Kammerkammer Hessen und die Landes-Ärztekammer bezeichnen deshalb Kinder und Jugendliche auch heute noch als "Stiefkinder der psychotherapeutischen Versorgung".
Das IVV als Staatlich anerkanntes Institut zur Aus- und Fortbildung von Kinder- und Jugendtherapeuten widmet sich seit zehn Jahren einer Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums möchte das IVV in einem hochkarätig besetzten Symposium am Samstag (12. Juni) die aktuelle Lage der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie beleuchten. Langjährige Protagonisten der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie werden die Hauptprobleme des Fachs darlegen und einordnen. Junge Wissenschaftler werden anschließend aktuelle - vom IVV unterstützte - Studien vorstellen.
pm: Philipps-Universität Marburg
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