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Alles unter einem Dach


Spies für Zusammenlegung von Notdienst und Leitstelle

06.05.2010 (lem)
"„Oft kann im medizinischen Notfall am besten ein Arzt über die Erst-Maßnahmen entscheiden“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spies zur Zukunft des ärztlichen Notdienstes in Marburg. Eine Verlagerung seines Büros wird notwendig, weil der Landkreis Marburg-Biedenkopf das Gebäude kaufen will.
Spies plädierte dafür, den Ärztlichen Notdienst am angestammten Ort zu lassen. Gelinge dies nicht, so sollte der Kreis Rettungsleitstelle und ärztlichen Notdienst zusammen unterbringen.
"Wenn Gesundheitsregion etwas bedeuten soll, dann kann sie sich hier an einer wichtigen Verbesserung der Versorgung beweisen", forderte Spies."Im Notfall ist es besser, wenn ein Arzt in Notruf-Entscheidungen eingebunden werden kann."
Entsprechende Erfahrungen habe man im Lahn-Dill-Kreis gesammelt. Dort sind Notdienst-Arzt und Rettungsleitstelle nebeneinander untergebracht. „Im Zweifelsfall ruft der Leitstellen-Mitarbeiter einfach den Arzt zu sich, um den Fall besser beurteilen zu können“.
Spies empfahl dem Landkreis, sich beim Lahn-Dill-Kreis in dieser Frage zu informieren, bevor man Entscheidungen treffe. Eine Zusammenführung verbessere die Entscheidungen über den Einsatz, wie Untersuchungen gezeigt hätten.
"Das Lahn-Dill-Modell ist so überzeugend, dass sogar amerikanische Experten sich danach erkundigen“, begründete Spies seine Forderung. Wenn der Landkreis Marburg-Biedenkopf Gesundheitsregion sein wolle, dürfe er die aktuelle Gelegenheit zur Verbesserung der Notfall-Rettung im Zusammenhang mit dem Kauf des Gebäudes an der Raiffeisenstraße nicht vertun.
Offenbar sehe auch der Hessische Sozialminister eine solche Lösung im neuen Rettungsdienst-Gesetz vor. Schließlich habe Staatsminister Jürgen Banzer sich bereits öffentlich in diese Richtung geäußert.
Wenn es schon zu einer Verlagerung der Notdienst-Zentrale aus der Raiffeisenstrasse komme, sollte der Landkreis den Notdienst-Arzt und die Rettungsleitstelle gleich an einem Ort zusammenbringen.
"Im Notfall darf es kein organisatorisches Durcheinander geben“, sagte der Landtagsabgeordnete. Deshalb sei es natürlich sinnvoll, wenn der ärztliche Notdienst am vertrauten Ort bleiben kann. Zudem müsse immer das richtige Einsatzmittel verwandt werden.
"Bürgerinnen und Bürger wissen nicht immer genau, wohin sie sich wenden müssen“, erklärte Spies. Deshalb sei eine Zusammenführung der Notdienste der richtige Weg.
pm: Dr.Thomas Spies, MdL
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