Logo: marburgnewsMobile Marburgnews

Zum Menü

Digital am Start


Medienkunst-Festival vom 7. Mai bis 10. Juni im G-Werk

03.05.2010 (fjh)
"Wir wollten auch mal aus der Uni rauskommen und was Praktisches machen." So begründete die Studentin Karina Kirsten Ihr Engagement bei der Vorbereitung der Veranstaltungsreihe "Digitale Welten. Von Freitag (7. Mai) bis Donnerstag (10. Juni) zeigt sie im G-Werk "Medienkunst" unterschiedlichster Art.
Mit einem umfangreichen Programm aus experimentellen Filmen, interaktiven Installationen und Happenings, Ausstellungen, Vorträgen, Künstlergesprächen und Performances wollen zwei Veranstalter und vier Unterstützer Kunst in digitalen Medien vorstellen. "Digitale Welten" ist eine Veranstaltung des trauma-Kinos im g-werk in Kooperation mit "Spektrum" und mit Unterstützung des Instituts für Medienwissenschaft und des Kunstgeschichtlichen Instituts der Philipps-Universität, des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) und von german stage service.
Nach der Eröffnung des Festivals am Freitag (7. Mai) um 18.55 Uhr folgt ab 19 Uhr unter dem Titel "KuMuMe präsentiert Spektrum" eine Performance. Neben einer Ausstellung digitaler Fotografien von Cornelia Furkert, Marija Krämer und Karina Kirsten präsentiert die Veranstaltung auch drei Arbeiten des Frankfurter Künstlers Raul Gschrey sowie den Kurzfilm "Weiss“ von Florian Grolig und die Video-Installation "Idyll“ von Anselm Schenkluhn
In seinen Arbeiten setzt sich Gschrey mit der allgegenwärtigen Video-Überwachung auseinander. Sein "Digitaler Marburger" ist eine technische Überblendung unterschiedlichster Gesichter aus dem Marburger Stadtbild zu einem einzigen Gesicht.
Eine weitere Arbeit des Frankfurter Künstlers behandelt die Reaktionen von Passanten auf der Straße, wenn sie bemerken, dass eine Kamera auf sie gerichtet ist. Damit setzt er sich kritisch mit der Haltung vieler Zeitgenossen auseinander, die die Video-Überwachung des öffentlichen Raums und andere Eingriffe in ihre Privatsphäre klaglos hinnehmen.
Die ausgestellten Foto-Arbeiten zeigen unterschiedliche Stile und Erstellungsmethoden. Das reicht von unscharfen Aufnahmen mit grobkörnigen Bildpunkten bis hin zu nachträglich digitalisierten Fotos einer konventionellen Kamera."
Zu den gezeigten Filmen zählt auch "Prospero's Books". Der Regisseur Peter Greenaway hat darin William Shakespeares Drama "Der Sturm" in eine moederne Bildästhetik im Windows-Stil übertragen.
Am Dienstag (11. Mai) wird Prof. Dr. Angela Krewani um 20 Uhr eine Einführung in dieses Werk geben. Eine weitere Aufführung des Films ist für Donnerstag (3. Juni) angekündigt.
Neben der Kino-Gruppe des Café Trauma beteiligt sich auch die dortige Gruppe "Spektrum" an der Vorbereitung des Festivals. Bastian Schmidt erklärte, dass die Veranstaltungsreihe für ihn auch eine praktische Form der Kunstvermittlung sei. An der Philipps-Universität studiert er nämlich Kulturvermittlung in den Medien.
Franz-Josef Hanke
Text 3777 groß anzeigen

www.marburgnews.de

© 2017 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg