22.04.2010 (keb)
"Es wird ein sehr spezielles Programm werden!" Diese Worte fand Horst Lohr alias "Zauberkünstler Juno" auf einer Pressekonferenz am Donnerstag (22. April) in der
Waggonhalle.
Zusammen mit Matze Schmidt vom Waggonhallen-Team gab er dort die Protagonisten des "ZAC-Frühlingsvarietés" bekannt. Das Frühlingsvarieté findet zwischen Donnerstag (6.Mai) und Montag (17. Mai) in der Waggonhalle statt. In dieser Zeitspanne soll es neun Vorführungen mit sechs verschiedenen Künstlern geben.
An allen neun Abenden wird die in Bremen lebende Barbette die Moderation übernehmen. Das besondere ist, dass sie das immer mit schweizer Dialekt tut. Lohr bezeichnete sie scherzhaft als "Wüste, energiegeladene Person".
Eine weitere Atraktion wird sicherlich die Trapez- und Luft-Künstlerin Andrea Beck sein. Sie ist in der Varieté-Szene sehr beliebt. Ihre Darbietungen sind sehr gut koreographiert.
Ebenfalls ins Geschehen eingreifen wird Tipris. ER gillt als der einzige deutsche Hoola-Hoop-Spezialist.
Er benutzt bis zu fünf Reifen auf einmal. Außerdem hat er die Fähigkeit, sich zu bewegen wie ein "Gummimensch". Bereits im Jahr 2000 ist er bei einem Varieté in Marburg aufgetreten.
Die aus Frankreich stammende Yoleen Richter ist beim diesjährigen Varieté ebenfalls zu bewundern. "Sie zeigt eine Darbietung mit einem großen Metallreifen, der mit einer bedächtigen Art über die Bühne rollt", erklärte Lohr. "Sie tanzt mit dem Reifen. Eigentlich stammt sie aus dem Rhönrad-Sport."
Ihr Lebensgefährte Ben Smalls ist ebenfalls in das Programm involviert. Er ist Jonglör und zeigt skuriele Figuren.
"Man könnte ihn auch als modernen Clown bezeichnen", sagte Lohr über ihn. "Seine Künste sind sehr schwierig, sehen aber sehr einfach aus." Richter und Smalls werden außerdem gemeinsam eine Jonglage vorführen.
Auch der preisgekrönte Zauberer Matthias Rauch wird Marburg während des Frühlingsvarietés besuchen und seine Darbietungen einbringen. "Er sollte schon öfter zu uns kommen", sagte Schmidt. "Das hat aber bisher nie funktioniert. Aber jetzt konnten wir ihn zu uns holen."
An zwei Abenden wird das Improvisationstheater Bremerhaven auftreten. Es kam beim Wintervarieté 2009 schon einmal in die Waggonhalle, jedoch nicht für einen ganzen Abend.
Des Weiteren wird Gina Ginella an zwei Nachmittagen für die Kinder ihr Märchen "Talluli im Märchenland" vorführen. Es ist bereits die dritte Folge über die Figur Talluli.
Für Lohr als Organisator sind die Veranstaltungen inzwischen zu regelrechten "Familientreffen" geworden: "Das wunderbare an der Varietékunst ist, dass freundschaftliche Kontakte zu den verschiedensten Künstlern entstanden sind. Es ist wie in einer großen Familie."
Die Künstler kommen nach Marburg und spielen auf eigenes Risiko. Sie bekommen kein festes Honorar. "Das ist eben nur unter Freunden möglich",
betonte Schmidt.
"Diese Kunst ist eine der wenigen Künste, die es schaffen, so ein großes Publikum abzudecken", sagte Lohr. "Wir wollten von beginn an, dass alle Generationen hierher kommen; und das hat auch funktioniert", fügte ein sichtlich stolzer Schmidt noch hinzu.
Insgesamt wird diese Veranstaltungsreihe das dritte Frühlingsvarieté in der Waggonhalle. "Wir wollen das jetzt regelmäßig im Frühling durchführen, denn das ist für die gesamte Region Mittelhessen eine wichtige Geschichte", versprach Lohr. Ihm und seinen Kollegen ist zu wünschen, dass dieses Vorhaben gut gelingt.
Kevin Barth
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