31.03.2008 (nur)
Unter dem Motto "Schluss mit dem Theater" hatten die Autobahn-Blockierer Lena Behrendes, Max Fuhrmann und Philipp Ramezani für Montag (31. März) zu einer Pressekonferenz im Café am Grün eingeladen.Der Termin ist einer von vielen, mit denen die Studierenden auf ihre Gerichtsverhandlung am Donnerstag (3. April) um 9 Uhr im Saal 104 des Landgerichts Marburg aufmerksam machen wollen.
Aus Protest gegen die landesweite Einführung von Studiengebühren hatten die beiden Studenten um die damalige
AStA-Vorsitzende Behrendes im Mai 2006 die Marburger Stadtautobahn B3A blockiert. Ein Jahr später wurden sie in Erster Instanz
wegen Freiheitsberaubung und Nötigung zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt.
Gegen das Urteil von Amtsrichter Jürgen-Peter Taszis hat die Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich Berufung eingelegt. "Wir gehen mit dem Gefühl der Hoffnung in die Berufungs-Verhandlung", beschrieb Behrendes die Stimmung unter ihren Mitangeklagten. Diese Hoffnung schöpfen die Studierenden nicht zuletzt aus dem Rechtshilfefonds der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW hat zwischenzeitlich 14.000 Euro für den Prozess gesammelt. Ein so hohes Maß an Solidarität war auch für Behrendes überwältigend: "Wir waren positiv überrascht über die Spendenbereitschaft von zum Teil völlig unbekannten Menschen."
Bleibt nur zu hoffen, dass es am Ende keine bösen Überraschungen gibt, wenn sich am Donnerstag der Vorhang zum Zweiten Akt hebt.
Nora Reim
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