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Keineswegs auf der Flucht


Marburger Stadtforum wurde eröffnet

24.03.2010 (mal)
Zum ersten Mal fand am Mittwoch (24. März) im Stadtverordneten-Sitzungssaal das Marburger Stadtforum statt. "Ich möchte, dass wir nicht an den Bürgern vorbei entwickeln.“, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel feierlich. "Ich möchte die Bürger informieren, mit ihnen diskutieren und die Stadt mit ihnen gemeinsam entwickeln.“
Er greife das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Stadt Marburg auf. Die Veranstaltungsreihe biete eine Gelegenheit zu Information und zum Gespräch.
Das Thema "Photovoltaik und Glasgestaltung“ behandelte bei der Auftakt-Veranstaltung vorwiegend den Einsatz von moderner Solartechnik. Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Gleichzeitig ist dieser Prozess auch ein künstlerischer Akt.
Unter dem Motto "Mit der Sonne selbst malen“ führte der Kunstpädagoge Wilhelm Peters in die Thematik ein. Glasgestaltung könne einen Raum durch farbiges Licht beleuchten. Das sei eine besondere Licht-Wirkung.
"Malen mit Glas“ erfordere eine Zusammensetzung aus kleinen farbigen Mosaik-Stücken. "Malen auf Glas“ beschreibe einen Vorgang, bei dem Farben auf eine Glas-Schicht aufgetragen werden.
"Malen mit Licht“ hingegen kombiniere beide Effekte und erzeuge Licht-Bilder. Durch Integration von Photovoltaik könne dieser Vorgang gesteuert werden.
Diese innovative Technik biete Poly-Funktionalität von Kunstwerken, neue Impulse für den Denkmalschutz und eine Steigerung der Akzeptanz von Photovoltaik. Das besondere Charakteristikum sei hierbei eine Symbiose aus Kunst und regenerativer Energie-Technik.
Die geplante Umgestaltung vom Parkhaus-Aufzug am Pilgrimstein zu Ostern sei der erste Schritt in Richtung einer modernen Stadt. Künftig sollen noch weitere öffentliche Gebäude mittels dieser modernen Kunstform gestaltet werden.
Das Plenum nahm die Inhalte der Veranstaltung mit gemischten Gefühlen auf. Den Enthusiasmus des Redners teilte es nicht.
Das allgemeine Ziel sei zwar die Energiegewinnung durch Solartechnik; jedoch sei durch Photovoltaik ein Energie-Verlust von 4 bis 5 Prozent zu verzeichnen. Hinzu kämen die geringere Energie-Gewinnung als bei Windkraft-Energie und der enorme Kostenaufwand.
Martin Ludwig
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