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Drahtige Beamte


TÜH kooperiert bei Kraftfahrzeug-Zulassung mit Kreis

15.03.2010 (ms)
"Der Weg unserer Zulassungsbehörde von einer mit langen Wartezeiten verbundenen Behörde zu einem kundenfreundlichen und sehr schnellen Dienstleister ist uns bereits seit einigen Jahren gelungen", jubilierte Landrat Robert Fischbach. Am Montag (15. März) hat er gemeinsam mit Vertretern der Technischen Überwachung Hessen (TÜH) die erste Vorstufe zur Online-Zulassung von Autos vorgestellt.
"Nunmehr begeben wir uns auf einen Technik gestützten zukunftsträchtigen Weg, denn für die Kunden wird künftig vieles im Zusammenhang mit der Zulassung eines Fahrzeuges einfacher", fuhr Fischbach fort. "Wir versuchen, ein hohes Maß an Kunden-Zufriedenheit durch den Einsatz neuer Techniken zu erreichen."
Die bundesweit erste Online-Zulassung eines Kraftfahrzeugs bei der Staatlichen TÜH ist allerdings nur Behörden-intern in einem geschützten Sicherheitsnetz vorgenommen worden. Doch musste erstmals in Deutschland ein Kunde nicht mehr zu einer Zulassungsstelle, um sein Fahrzeug zuzulassen.
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist als Pilot-Landkreis für das Land Hessen im Rahmen des Projekts "Deutschland Online" tätig. Im Gebäude der TÜH wurde am Montag (15. März) um 12 Uhr eine Fahrzeugabnahme mit anschließender Online-Zulassung durch die TÜH vorgenommen. Die TÜH ist eine hessische Behörde. Sie kann deshalb im Rahmen der Amtshilfe für die Kraftfahrzeug-Zulassungsbehörde des Landkreises tätig werden.
Das Verfahren erspart dem Fahrer, nach der Prüfung auch noch die Zulassungsstelle aufzusuchen. "Wir wollen Bürger und Unternehmen so weit wie möglich von Bürokratie, Papierkrieg und Behördengängen entlasten", sagte der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch. "Unser Ziel ist, die Zulassungsverfahren so weit zu vereinfachen, wie dies ohne Verlust an Sicherheit - auch an Daten-Sicherheit - möglich ist."
Das Projekt ist eine Vorstufe zu einer breiter angelegten Online-Zulassung, der derzeit noch rechtliche Hindernisse im Wege stehen. Siegmar Möhlke von der TÜH ist von dieser kundenfreundlichen Möglichkeit sehr angetan: "Wir freuen uns darüber, diese neue Technik in unserer Funktion als staatliche Behörde anbieten zu können. Für die Kunden bringt das eine Vereinfachung mit sich."
Das Modell mit der TÜH wird im Landkreis Marburg-Biedenkopf vom 15. März bis zum 30. April in einem Pilot-Verfahren getestet. Nach erfolgreichem Abschluss soll es auf weitere TÜH-Stationen in Hessen ausgeweitet werden.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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