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Styx


Neue Projekte von Steffen Schmidt in der Waggonhalle

27.03.2008 (alx)
Zwei neue Projekte stellt Steffen Schmidt am Freitag (4. April) in der Waggonhalle vor. Um 18.30 Uhr wird die Vernissage zu der Waggonhallen-Produktion "styx" in der Kneipe Rotkelchen eröffnet. Dabei wird der Produzent Steffen Schmidt die 3-Dimensionalen Fotos präsentieren, die dem Stück als Hintergrundkulisse dienen.
Das Theaterstück "styx" handelt von einer Internet-Bekanntschaft zwischen "nightstar" und "i.love". Die beiden haben sich über einen Chat kennengelernt. Genauso schnell wie sie sich getroffen haben, verlieren sie sich jedoch auch wieder.
"Nightstar" bricht den Kontakt zu "i.love" ab und verschwindet in den Tiefen des Cyberspace. Daraufhin verstrickt sich "i.love" immer tiefer in Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
Die Darsteller taumeln in einer Welt zwischen Realität und Virtualität. Den Hintergrund der Inszenierung bilden 3-D Fotographien von Thorsten Greiner. Sie wurden bei einer vorherigen Vorstellung aufgenommen und dienen bei einer nächsten wieder als Hintergrundbilder.
Auf der Ton-Ebene wird das Stück von einer experimentellen Geräuschkulisse des Frankfurter Diskjockeys Clemenz Korn untermalt.
Das Thema der Inszenierung ist Wahnsinn und Entgrenzung in einer Welt zwischen Virtualität und Realität.
Ein Lyrik-Bildband zum Stück ist Anfang 2008 im Synergia Verlag erschienen. Ergänzt durch eine CD mit der Musik zum Stück, kann der Leser das Theaterstück so mit nach Hause nehmen.
Die Mischung aus Bildern, Musik, Inszenierung und Buch machen das Stück zu einem interessanten Werk. "Das innovativste was Marburg bisher gesehen hat." meinte Nisse Kreysing vom Kulturzentrum Waggonhalle.
Noch bis Mittwoch (30. April) können Interessierte die Ausstellung zu dem multimedialen Kunstwerk in der Waggonhalle besuchen.
Eine weitere Veranstaltung des Regisseurs findet am gleichen Abend um 20 Uhr ebenfalls in der Waggonhalle statt. Schmidt liest aus Georg Büchners Erzählung "Lenz". Dabei ünterstützt ihn DJ Clemenz Korn mit einer vorproduzierten Einspielung.
"Der Lenz ist mein Herzprojekt" sagte Schmidt. Obwohl "styx" und "Lenz" so verschieden sind, haben sie nach seiner Ansicht doch Gemeinsamkeiten. Büchners "Lenz" sei eines der bedeutendsten deutschen Prosawerke. "Styx" hingegen sei eine experimentelle, innovative Inszenierung. In beiden jedoch gehe es um das Scheitern des Individuums an der Realität.
Alexandra Appel
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