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Parkinson erkennen


Forscher verbessern Diagnose

02.03.2010 (ms)
Der Diagnose von Parkinson widmet sich PD Dr. Günther Höglinger an der Klinik für Neurologie der Philipps-Universität. Die von-Behring-Röntgen-Stiftung hat sein Forschungsprojekt mit 30.000 Euro gefördert.
Die Parkinson-Krankheit ist nach der Alzheimer-Krankheit die häufigste degenerative Erkrankung des Gehirns. Sie führt zu einer fortschreitenden Einschränkung der Bewegungsfähigkeit.
Mittlerweile gibt es eine große Vielzahl an medikamentösen und chirurgischen Verfahren, um die Leiden der Patienten zu lindern. Die Durchführung einer richtigen Therapie setzt allerdings eine korrekte und möglichst frühzeitig gestellte Diagnose voraus.
Das kann im Einzelfall sehr schwierig sein, da eine Reihe von anderen Krankheiten sich in der Frühphase sehr ähnlich wie die Parkinson-Krankheit präsentieren, aber im weiteren Verlauf ein deutlich schwereres Krankheitsbild entsteht. Diese Verlaufsformen werden "atypische Parkinson-Syndrome" genannt.
Höglingers Projekt widmet sich der Frage, wie man mit modernen medizinischen Möglichkeiten sicher und im frühen Krankheitsstadium feststellen kann, ob ein Patient an einer klassischen Parkinson-Krankheit leidet oder ob ein atypisches Parkinson-Syndrom vorliegt. In Zusammenarbeit mit dem Brain Imaging Center der Goethe-Universität Frankfurt und dem Forschungszentrum Jülich haben die Ärzte das Gehirn von Patienten untersucht und charakteristische Unterschiede zwischen den Krankheitsbildern gefunden. Die neu gewonnenen Ergebnisse können helfen, bei Patienten bereits sehr früh festzustellen, ob man eher mit einem gutartigen Krankheitsverlauf rechnen kann und welche therapeutischen Optionen am ehesten Linderung bringen.
pm: von-Behring-Röntgen-Stiftung
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