01.01.2010 (fjh)
"Marburg an die Lahn!" Unter dieses Motto hat die
Stadt Marburg das Jahr 2010 gestellt. Nach dem Willen von Oberbürgermeister Egon Vaupel soll die Stadt näher an ihren Fluss rücken.
Unter dem Namen "Elisabeth II" soll ein solar betriebenes Schiff den Fluss innerhalb der Stadtgrenzen befahren. Ist damit im Neuen Jahr aber auch sonst alles im Fluss?
Veränderungen wird es dieses Jahr zumindest
bei zwei wichtigen Positionen geben: Ende Januar wird die neue Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause in ihr Amt eingeführt. Und im Sommer übernimmt der neue Theaterintendant Matthias Faltz die Leitung des
Hessischen Landestheaters (HLTh).
Einige
umstrittene Bauprojekte werden die Stadt voraussichtlich das ganze Jahr – und großenteils auch noch darüber hinaus – begleiten. So verwandelt sich das Nordviertel durch die Monopoly-ähnlichen Investitionen des Marburger Multimillionärs Dr. Reinfried Pohl und seiner Söhne zunehmend zu "Pohlheim".
Die
Planungen für den "Campus Firmanei" werden sich vorausichtlich länger hinziehen als bis zum Ende des Jahres 2010. Aber Geduld sollten die Menschen sich schon angewöhnen, wenn sie Großes erwarten.
Bereits den jetzigen Jahreswechsel haben viele Ungeduldige voreilig als "Beginn eines neuen Jahrzehnts" gefeiert. Dabei beginnt die zweite Dekade dieses Jahrhunderts genau genommen erst mit dem nächsten Jahreswechsel.
Nüchtern betrachtet, war die Jareswende kein wirklich tiefer Einschnitt. Vieles wird im Jahr 2010 nahezu genauso weitergehen wie bisher.
Auch 2010 werden die Stadt und die
Humanistische Union (HU) wieder das
Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte verleihen. Vorschläge für eine Preisträgerin können Bürgerinnen und Bürger bis Sonntag (31. Januar) dem HU-Ortsverband Marburg unterbreiten.
Eine bundesweite Tagung zu Sozialen Grundrechten veranstaltet die HU am Samstag (30. Januar) in Marburg. Dazu erwartet sie prominente Referenten aus Berlin, Bremen und Ludwigshafen.
Nicht zu erwarten ist, dass zum Jahreswechsel auch
die sozialen Ungerechtigkeiten plötzlich beseitigt wären. Zu hoffen ist jedoch, dass sich die Verhältnisse gegenüber dem
Vorjahr bessern werden.
In diesem Sinne wünscht die
marburgnews-Redaktion allen Leserinnen und Lesern ein gutes, gesundes und glückliches Neues Jahr. Auch 2010 wird sie weiterhin daran arbeiten, die Erste Online-Zeitung für Marburg jeden Tag immer wieder aktuell und attraktiv ins Internet zu stellen.
Außerdem freuen sich die Redaktionsmitglieder auf das zehnjährige Bestehen ihrer Publikation
am 6. März 2010. Für den
Redaktionsleiter wird dieses Datum sicherlich ein ganz besonderer Tag werden.
Franz-Josef Hanke
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