28.12.2009 (fjh)
Einen Tag vor Heiligabend stiegen Einbrecher in zwei Wohnungen "Auf dem Wehr" und "Am Kupfergraben" ein. In beiden Fällen prüften die Täter vorher, ob jemand zuhause war. Dann hebelten die Einbrecher an einem Fenster oder einer Terrassentür herum. Offenbar suchten sie ausschließlich nach Bargeld.
Ihre Beute betrug insgesamt aber nur 10 Euro. Diese "Summe" fanden sie in der Wohnung am Kupfergraben.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei liegen die Tatzeiten am Mittwoch (23. Dezember) zwischen 16.10 und 21 Uhr. Vermutlich kamen die Täter über den Rad- und Fußweg entlang der Lahn.
Um in die Wohnung am Kupfergraben einzusteigen, kletterten die Täter auf einen zwei Meter hoch gelegenen Balkon. Vielleicht ist diese Kletterpartie jemandem aufgefallen.
Ob ein weiterer Einbruch in der Schwanallee mit diesen Einbrüchen zusammenhängt, steht derzeit nicht fest. Zwischen Mittwoch (23. Dezember) und Samstag (26. Dezember) hatte ein Einbrecher dort eine Jalousie hochgeschoben und war durch ein aufgehebeltes Fenster in ein Reihenhaus eingestiegen. Er hatte alles durchsucht, bevor er das Haus ohne Beute wieder verließ. Dabei entstand ein Sachschaden von 500 Euro.
Ein weiterer Wohnungseinbruch ereignete sich am zweiten Weihnachtsfeiertag zwischen 11 und 19.30 Uhr. Tatort war diesmal der Spiegelslustweg.
Die Täter stiegen durch ein aufgehebeltes Küchenfenster ein und durchsuchten das Erd- und das erste Obergeschoss augenscheinlich nach Bargeld und Schmuck. Derzeit steht nicht fest, ob sie Beute gemacht haben. Der hier entstandene Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.
Ein weiterer Einbruchsversuch in der Pasternakstraße scheiterte an der massiven Bauweise, an der Sicherheit der Terrassentür und derausgelösten Alarmanlage. Nach zwei Hebel-Ansätzen an der Terrassentür löste die Alarmanlage aus. Die Täter flüchteten daraufhin ohne Beute. Sie richteten aber einen schaden von mindestens 1.000 Euro an. Die Tatzeit liegt zwischen Donnerstag (24. Dezember) nach 11 Uhr und Samstag (26. Dezember) vor 20 Uhr.
Mit letztlich brachialer Gewalt drang ein Einbrecher in der Nacht zum Donnerstag (24. Dezember) in eine Buchhandlung am Grün ein. Er räumte den Kasseneinsatz aus und erbeutete dabei das Wechselgeld. Der Einbrecher kam vermutlich über das Nachbargrundstück. Er versuchte mit einem Stein, Fensterscheiben zu zertrümmern. Bei einer von dreien konnte er schließlich durchgreifen. Das Öffnen misslang aber dank eines abschließbaren Griffs. Letztlich hebelte der Täter das Fenster mit erheblicher Gewalt auf und stieg ein. Die Vorgehensweise deutet auf eine längere Tatdauer und einigen Krach hin. Die Polizei erhofft sich dadurch Hinweise auf verdächtige Beobachtungen.
Aus unbekannten Gründen brachen Einbrecher am Freitag (25. Dezember) um 2.50 Uhr ihren Versuch ab, in ein Juweliergeschäft an der Wettergasse zu gelangen. Die Täter hatten bereits ein Scherengitter beseitigt und an der Tür gehebelt. Dennoch kamen sie nicht in den Laden. Warum sie dann abbrachen, steht nicht fest.
Einbrecher holten sich aus einem Busunternehmen einen PC einen Flachbildschirm, einen Router und anderes Computerzubehör im Gesamtwert von mindestens 3.000 Euro. Sie drangen zwischen Mittwoch (23. Dezember) und Samstag (26. Dezember) auf noch nicht bekannte Weise in die Geschäftsräume an der Ernst-Giller-Straße ein.
pm: Polizei Marburg
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