15.12.2009 (ms)
Derzeit wird das Programm "Pro Professur" neu ausgeschrieben mit einer Bewerbungsfrist bis Ende Januar 2010. Die
Philipps-Universität beteiligt sich mit bis zu sieben Plätzen an diesen Programm. Dazu veranstaltet sie am Donnerstag (14. Januar) einen Informationsabend.
"Pro Professur" ist ein Mentoring-Projekt der hessischen Universitäten zur Förderung von hervorragend qualifizierten Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen auf dem Weg in die Professur oder ins Wissenschafts-Management. Ziel ist, perspektivisch den Frauen-Anteil an Professuren in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften zu erhöhen.
Bislang haben 43 hervorragend qualifizierte Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen über einen Zeitraum von 18 Monaten kompetente Unterstützung und Begleitung auf ihrem Weg in die Professur erhalten. "Für den Erfolg des Programms steht die Kombination aus drei Projekt-Bausteinen", sagte die Marburger Projektkoordinatorin PD Dr. Christiane Schurian-Bremecker.
So erhielten die "Mentees" eine maßgeschneiderte Karriere-Förderung durch die individuelle Mentoring-Beziehung mit einer erfahrenen Professorin oder einem erfahrenen Professor. Insgesamt haben 35 Professorinnen und Professoren aus über 20 Universitäten und Forschungseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und der Schweiz mitgemacht.
Zusätzlich hätten sechs zweitägige Intensiv-Trainings den Erwerb oder die Weiterentwicklung von überfachlichen Schlüsselqualifikationen für den Wissenschaftsbetrieb gefördert, berichtete Schurian-Bremecker. Außerdem fanden Gruppen-Coachings unter anderem zu Bewerbungsunterlagen und Verhandlungsstrategien statt.
Thematische Netzwerk-Veranstaltungen beispielsweise zu Barrieren bei Karrieren von Professorinnen an Hochschulen, W-Besoldung, Peer-Review-Verfahren und informelle Netzwerk-Veranstaltungen zum Beispiel mit gegenseitigem Vorstellen der Forschungsprofile dienten zur Erweiterung der Erfahrungskontexte und eröffneten neue Zugänge zur scientific community.
"Die Abschluss-Evaluation läuft derzeit noch. Dennoch lassen sich bereits jetzt harte Projekt-Ergebnisse fixieren", sagte die Projektleiterin Dr. Astrid Franzke. Neun Mentees haben innerhalb der 18-monatigen Laufzeit des Projekts eine Professur erhalten. Darunter befindet sich die eine Mentee aus Marburg.
Eine Mentee konnte sich erfolgreich auf eine unbefristete Dozentur im Ausland bewerben. Fünf Mentees waren oder sind auf Vertretungs- beziehungsweise Assistenz-Professuren.
Drei Mentees konnten ihre Habilitation abschließen. Weitere Mentees befinden sich auf aussichtsreichen Platzierungen in Berufungsverfahren.
Die hessischen Universitäten haben daher beschlossen, "Pro Professur" gemeinsam für zwei weitere Durchgänge bis 2013 zu finanzieren.
pm: Philipps-Universität Marburg
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