10.12.2009 (chr)
Marc Schuster und Raphael Päbst bleiben für ein weiteres Jahr die Behindertenreferenten des
Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA). Zu diesem Wahlergebnis gelangte am Mittwoch (9. Dezember) die Vollversammlung der behinderten Studierenden an der
Philipps-Universität.
Zuvor hatten Päbst und Schuster einen Bericht über die im Jahr 2009 durchgeführten und unterstützten Projekte des Referats gehalten. In Kooperation mit dem Sozialreferat des AStA hatte das Behindertenreferat die Informationsveranstaltung "Campus Firmanei - barrierefrei" organisiert.
Darin hatte die künftige Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause einen Ausblick auf die geplanten Neu- und Umbauten des Campus gegeben. Anschließend stand sie für Fragen und Anregungen in puncto Barrierefreiheit der alten und neuen Universitätsgebäude zur Verfügung.
Finanziell unterstützte das Behindertenreferat die "Rolli-Tour Marburg - Marseille - Wir überrollen Ländergrenzen" sowie die Initiative "Marburger Informationskassette für Sehbehinderte und Blinde" (MIKS). Lobende Worte fand Schuster außerdem für die Dunkelbar "Finstaverne".
Hier bewirtet ein Team aus Blinden und Sehenden die Gäste in absoluter Dunkelheit mit Speisen und Getränken. Daneben organisieren die Beteiligten Aktionen wie Hörspiel-Aufführungen oder einen Geruchsparcours.
"Die Finstaverne ist Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Bistro Caveau und des engagierten Teams in den fünf Jahren ihres Bestehens zu einer dauerhaften Einrichtung in der Marburger Kultur- und Freizeitlandschaft geworden", erklärte Schuster.
Im Anschluss an die Wahl gab Päbst einen Ausblick auf die kommende Amtszeit. So wird im Januar 2010 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ein Erste-Hilfe-Kurs für Blinde und Sehbehinderte stattfinden.
"Auch in Zukunft werden wir die Integration behinderter Studierender an der Marburger Uni - beispielsweise in Kurse des Zentrums für Hochschulsport - fördern und in der Beratung und Informationsverbreitung eng mit der Servicestelle für behinderte Studierende (SBS) zusammenarbeiten", ergänzte Schuster.
Als eine der kommenden Hauptaufgaben des Behindertenreferats und der SBS nannte Päbst die durch den Bologna-Prozess bedingten Umstrukturierungen an der Universität. "Die besonderen Belange von Studierenden mit Behinderung bei der Planung und Akkreditierung von Studiengängen bewusst zu machen, ist gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den Bologna-Prozess eine spannende Herausforderung."
pm: AStA Marburg
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