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Zur Bescherung erkoren


Ganoven nutzen vorweihnachtliche Stimmung aus

30.11.2009 (fjh)
Gerade im Advent nutzen Einbrecher, Diebe und Betrüger die vorweihnachtliche Stimmung für eine Bescherung zu eigenen Gunsten. Taschendiebe mischen sich unter die Bevölkerung und greifen bei jeder - sich bietenden - Gelegenheit zu.
Günstig für diese Langfinger sind alle Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten und wo dichtes Gedränge herrscht. Das gilt zum Beispiel für Weihnachts- und Wochenmärkte, Geschäfte, Fußgängerzonen, Bushaltestellen oder öffentliche Verkehrsmittel.
Die mit dem Weihnachtsgeld für den Kauf von Geschenken gefüllte Geldbörse wechselt schnell und unangekündigt den Besitzer. Sie verschwindet aus dem Einkaufskorb sowie nach einem Rempler oder einem anderen Ablenkungsmanöver aus der Handtasche oder einer unverschlossenen Manteltasche.
Schnell erweist sich die eigene Hilfsbereitschaft zum Geldwechsel als falsch. Denn entweder wechselte Falschgeld den Besitzer oder die Geldbörse des freundlichen Helfers weist urplötzlich einen erheblichen Fehlbetrag
auf.
In der Universitätsstraße schlug ein solcher Langfinger am Samstag (28. November) zwischen 13 und 13.10 Uhr zu. Nachdem sie in einem Geschäft die Ware bezahlt hatte, steckte eine 52-jährige Einkäuferin ihre Geldbörse in die Handtasche. Obwohl sie die Handtasche unter den Arm klemmte, war kurze Zeit später die Geldbörse mit dem verbliebenen 150 Euro Bargeld und diversen Ausweispapieren und Debitkarten weg. Der Reißverschluss der Tasche stand auf.
Auf dem Weihnachtsmarkt zahlte ein Kunde am Sonntag (29. November) eine Kleinigkeit mit 50 Euro. Plötzlich war doch Kleingeld greifbar, aber er wollte den Geldschein dann gewechselt haben.
Es ging hin und her. Schließlich ging der Kunde mit 50 Euro mehr weg, als er vorher gehabt hatte.
In diesem Fall liegt eine Beschreibung des mutmaßlichen Geldwechsel-Betrügers vor. Er war etwa 50 Jahre alt, 1,65 Meter groß und kräftig. Er hatte eine Glatze und ein auffällig hängendes Augenlid sowie Dellen an der rechten Kopfseite.
Nach ersten Ermittlungen hatte es dieser Mann mit der gleichen Masche auch an anderen Ständen probiert. Dort kam er allerdings nicht zum Ziel.
pm: Polizei Marburg
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