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Bewältigter Horror


Kreis weist auf Kurse zur Gewaltprävention hin

23.11.2009 (fjh)
Die Initiativgruppe "Gewalt Sehen – Helfen" (GSH) hat am Montag (23. November) nochmals auf das Seminarangebot bei den Volkshochschulen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg hingewiesen. Hintergrund waren Vorfälle in München–Solln und Frankfurt.
Aber auch in der mittelhessischen Region werden immer wieder Gewalttaten im öffentlichen Raum registriert, die durch zunehmende Brutalität gekennzeichnet sind. Deshalb sind der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Universitätsstadt Marburg der landesweiten Kampagne "gegen das Wegschauen" im April 2008 beigetreten. Die Initiativgruppe besteht aus Mitgliedern des Kreis-Präventionsrats, der Volkshochschule, ausgebildeten GSH-Multiplikatoren und Vertretern örtlicher Präventionsräte.
"Immer wieder zeigt die Berichterstattung in den Medien, dass gut gemeinte Hilfe dazu führt, dass der Helfer selbst zum Opfer wird", warnten die Akteure von "Gewalt Sehen – Helfen". Das mutige "Dazwischen Gehen" führe oft dazu, dass sich die Täter dem Helfer zuwenden und ihn angreifen.
Der Rat der Fachleute lautet deswegen: "Mann kann auch aus der sicheren Distanz helfen, Öffentlichkeit erzeugen, Hilfe herbeirufen oder sich als Zeuge zur Verfügung stellen."
Allerdings haben sich in zahlreichen Fällen auch die Opfer selbst falsch verhalten. Man sollte einen Konflikt nicht eskalieren lassen, frühzeitig aus dem Konflikt "aussteigen" oder ihm vollständig aus dem Weg gehen.
"In den GSH-Kursen wird einfach verständliches Wissen vermittelt, wie man sich in bedrohlichen oder gewalttätigen Situationen richtig verhält, um anderen zu helfen und dabei selbst nicht zum Opfer zu werden", erläuterte Robert Fischbach. Mit diesen Worten warb der Landrat für den Besuch entsprechender Veranstaltungen.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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