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Zu Potte gekommen


Durchbruch bei Neubebauung am Steinweg

10.09.2009 (fjh)
1998 sollte das ehemalige Frontgebäude Steinweg 21 mit Hilfe von Städtebau-Fördermitteln grundlegend saniert werden. Nur das kleine - am Pilgrimstein gelegene - leerstehende Nebengebäude, das 1876 zur Betreibung einer Mineralwasser-Anstalt errichtet worden war, sollte ursprünglich wegen seines geringen bauhistorischen Wertes, seiner unwirtschaftlichen Geschossfläche von nur etwa 20 Quadratmetern netto und wegen seiner mangelhaften bautechnischen Qualitäten abgebrochen werden.
Im Zuge der Entkernungsarbeiten des Frontgebäudes stellte sich jedoch heraus, dass nur noch 10 Prozent der Gebäude-Substanz als verwendungsfähig einzustufen waren und die Sanierung des Gebäudes einem nicht mehr aus Städtebau-Fördermitteln förderfähigen Neubau gleichgekommen wäre. Vor diesem Hintergrund wurde vom Magistrat der Stadt Marburg im Jahr 2001 der Erwerb des Grundstücks und der Abbruch des Frontgebäudes beschlossen.
Der Gebäude-Abbruch erfolgte 2002. Dem Abbruch wurde damals seitens der Denkmalpflege und des Denkmalbeirats jedoch nur unter der Bedingung zugestimmt, dass die Baulücke am Steinweg wieder geschlossen wird und die zwischenzeitlich diskutierte Planungsvariante einer komplett offenen Durchwegung zwischen dem Steinweg und dem Pilgrimstein zum Alten Botanischen Garten lediglich als öffentlicher Fußweg mit einer Passage durch das Gebäude realisiert wird. Diese denkmalpflegerischen Vorgaben wurden auch in dem aktuell geltenden Bebauungsplan aufgenommen und festgeschrieben.
Die schwierige Beschaffenheit des langgestreckten und schmalen Grundstücks haben die Vermarktung des Grundstücks für die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GeWoBau) als Sanierungsträger und Treuhänder der Stadt nicht ganz einfach gemacht. Mit der BG-Haus GmbH hat die städtische Gesellschaft nun jedoch einen Käufer gewonnen, der das Grundstück nach einem Entwurf des Architekten Bernd Brust in qualitätvoller und adäquater Weise entsprechend den Vorgaben bebaut und die Baulücke am Steinweg wieder schließt. Während die Neubebauung des Grundstücks durch den Investor finanziert wird, erfolgt die Umsetzung der öffentlichen Durchwegung aus Städtebau-Fördermitteln. Allerdings wird auch sie ebenfalls durch die neue Eigentümerin realisiert.
pm: Stadt Marburg
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