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Energie zum Strömen


Marburger Messe zeigt auch Elektro-Auto

03.09.2009 (fjh)
Bereits zum fünften Mal veranstaltet der Landkreis Marburg-Biedenkopf am zweiten September-Wochenende sein "Energieforum". Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zur größten Energie-Messe in der Region entwickelt.
"Wir erwarten in diesem Jahr rund 100 Aussteller. Das sind gut 20 mehr als im Vorjahr", teilte Landrat Robert Fischbach am Donnerstag (3. September) bei der Vorstellung des Programms mit.
Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema "Energie aus der Sonne". Die Aussteller werden zeigen, was in den Bereichen Fotovoltaik und Solarthermie derzeit aktuell ist, wie künftige Entwicklungen in diesem Sektor aussehen werden und wie diese Technologien genutzt werden können.
"Die Besucher haben wieder die Chance, sich im direkten Vergleich und aus erster Hand zu informieren", kündigte Fischbach an.
Einen weiteren Schwerpunkt legen die Veranstalter in diesem Jahr auf das Thema "Elektro-Mobilität". "Wir haben fast alles da, was sich - durch Strom angetrieben - fortbewegen kann", berichtete Organisator Norbert Fett vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises. Von Fahrrädern mit Elektromotor über Elektro-Roller bis hin zum vollwertigen Sportwagen reicht dabei die Palette.
"Das ist sicher das Glanzlicht der Messe: Es ist uns gelungen, einen Tesla Roadster nach Marburg zu bekommen", freute sich der Landrat.
Der Tesla Roadster ist ein vollständig elektrisch betriebener, zweisitziger Sportwagen. Er wird von Tesla Motors in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) gebaut. Das Auto wird von einem fast 300 Pferdestärken starken Elektromotor angetrieben und schafft laut Hersteller gut und gerne 200 Stundenkilometer.
Der Tesla Roadster zieht seine Kraft aus 700 kleinen Laptop-Akkus mit einer Speicherkapazität von rund 55 Kilowattstunden (kWh). In Beschreibungen ist eine Reichweite von 350 Kilometern angegeben. Nach dreieinhalb Stunden sind die Akkus voll geladen.
Beim Bremsen wirkt der Elektromotor als Generator. Ein Teil der Bewegungsenergie wird beim Bremsen also gleich wieder in Strom umgewandelt.
"Wir können auf der Energie-Messe ein Stück Zukunft präsentieren, das in greifbare Nähe gerückt ist. Wir werden Elektro-Fahrzeuge in wenigen Jahren häufig auf unseren Straßen antreffen", ist sich der Landrat sicher.
Der Energiebedarf des schnittigen Elektro-Flitzers beträgt 12,7 kWh pro 100 Kilometer. Verglichen mit Benzin, entspricht das einem Verbrauch von knapp zwei Litern auf 100 Kilometer.
"Zur Deckung dieses Energiebedarfs mit Solarstrom würden für eine Jahres-Fahrleistung von 20.000 Kilometern etwa 25 Quadratmeter Solarzellen benötigt", rechnete der Landrat vor.
Daneben bieten die Aussteller an beiden Tagen zwischen 10 Uhr und 16 Uhr Einblicke in die Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energien. Neben der Sonne als Energiequelle wird es auch wieder Informationen zu nachwachsenden Energieträgern wie Holz oder Stroh, zu Biogas oder Erdwärme geben.
"Das Organisationsteam hat wieder ein interessantes Informationspäckchen geschnürt. Ich bin sicher, dass alle Fragen beantwortet werden können", betonte Landrat Fischbach.
Neben der Ausstellung im und rund um das Kreishaus ist auch wieder ein vielseitiges Vortragsprogramm vorgesehen. Hierbei werden Fachleute verschiedene Aspekte des Klimaschutzes und des Einsatzes erneuerbarer Energien beleuchten.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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