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Alle mal die Hand reichen


Auf die Kunsttage folgt eine koreanische Ausstellung

25.08.2009 (ms)
"Die Kunsttage des Landkreises sind erfolgreich zu Ende gegangen", meinte Landrat Robert Fischbach am Dienstag (25. August). "Wieder einmal haben Thema, Räumlichkeit, Kunst und Kommunikation bestens zusammengepasst. Es zeigt uns auch, dass wir im Landkreis ein großes und beachtenswertes Potenzial künstlerischen Schaffens vorweisen können."
Zum Abschluss am Sonntag (23. August) kamen noch einmal über 400 Besucher, um die Kunstausstellung im ehemaligen Güterbahnhof zu besichtigen und an der Finissage teilzunehmen. Die Dautphetaler Alphornbläser rundeten mit ihren musikalischen Beiträgen die Kunsttage ab. In der Besetzung Birgit Koch, Rainer Achenbach und Klaus Müller entführten die drei Musiker bei bester Akustik die interessierten Zuhörer in entfernte Gebirgsregionen.
Für den Landkreis Marburg-Biedenkopf als Veranstalter bedankte sich der Presse- und Kulturreferent Dr. Markus Morr zuerst dafür, dass Friedhelm Hinkel und Erwin Avalos die Halle für die Kunsttage zur Verfügung gestellt haben. Künstler und Besucher waren von der ehemaligen Güterabfertigung begeistert, wie viele Einträge im Besucherbuch bezeugen.
"Die Kunsttage 2009 verliefen sehr erfolgreich. Im Mittelpunkt standen immer wieder die große Vielfalt künstlerischen Schaffens im Landkreis, interessante Exponate, Spaß beim Mitmachen (Bilderrahmen und Waagen) und die hoch interessanten Gespräche zwischen Besuchern und Künstlern. In dieser Form sind die Kunsttage Marburg-Biedenkopf alle zwei Jahre etwas ganz Besonderes im Landkreis“, sagte Morr.
Alle lesbaren Einträge im Gästebuch sollen in den nächsten Tagen ins Internet gestellt werden. Die Resonanz war überwältigend positiv. Wenige Besucher bemängelten schon einmal die kurze Dauer der Kunsttage. Aber das habe mit dem Konzept zu tun.
"Die Kunsttage des Landkreises sind kaum zu Ende, da möchte ich Sie schon auf das nächste künstlerische Highlight im Landkreis aufmerksam machen", sagte Fischbach am Dienstag (25. August) in der Kreisverwaltung.
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis realisiert die Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf ein außergewöhnliches Kulturaustauschprojekt mit den Korean Folk Painters. Fischbach freute sich darüber, dass die koreanischen Künstlerinnen und Künstler Ihre Kunstwerke exklusiv in der Kreisverwaltung ausstellen werden.
Im Rahmen des Austauschs werden insgesamt 21 koreanische Künstlerinnen und Künstler ab Dienstag (8. September) in der Kreisveraltung ihre Kunstwerke ausstellen. Anschließend werden im Oktober 17 Künstler und Künstlerinnen aus Marburg-Biedenkopf 120 Kunstwerke im "City Museum of Art" der südkoreanischen Universitätsstadt Gwanju in einer vierwöchigen Ausstellung zeigen.
Johanna Krämer, Annegrete Henke-Reinarz, Michael Feldpausch und Yuna Kim als Vertreterin der deutsch-koreanischen Kulturgesellschaft aus Frankfurt werden mitreisen. "Das Projekt hat mehr als eineinhalb Jahre intensiven Vorlauf", erläuterte Henke-Reinarz. Aufgrund früherer Kontakte hatte sie die Idee zu diesem Austausch.
In dieses Projekt eingebracht hat sich Yuna Kim, die den Austausch nicht nur begrüßt, sondern sich im Rahmen dieses Projekts intensiv engagiert hat. Eigentlich habe sie nur eine Brücke zwischen den koreanischen und deutschen Künstlern bauen wollen, dann habe sie sich aber immer mehr eingebracht, sagte Kim.
Von Seiten der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf stellt sich der Austausch auch als Abenteuer dar. "Es kommt dauernd etwas Neues hinzu, vor allem aber laufend weitere Kosten. Allein die Versendung der Kunstwerke und die Erstellung der Kunstkataloge - jeweils mit Übersetzungen ins Deutsche oder ins Koreanische - sowie die Beachtungen verschiedenster Auflagen und Bestimmungen sind echte Hersausforderungen“, erläuterten Projektleiterin Henke-Reinarz sowie Feldpausch und Krämer vom Vorstand der Künstlervereinigung.
Ingesamt zehn Koreaner kommen im Rahmen der Ausstellung nach Marburg. Sie werden von den Mitgliedern der Vereinigung während Ihres Aufenthalts in Marburg mit einem Rahmenprogramm betreut.
Die Ausstellung mit den Künstlerinnen und Künstlern der "Korean Folk Painters Association“ in Marburg wird zweigeteilt sein. Die Ausstellungseröffnung findet statt am Dienstag (8. September) um 18 Uhr im Foyer der Kreisverwaltung statt.
Ingesamt über 50 Arbeiten sind zu Beginn bis zum Freitag (18. September) zu sehen. Neben klassischen koreanischen Motiven wird auch moderne Kunst aus Südkorea präsentiert.
Umrahmt wird die Eröffnung unter anderem mit einem koreanischem Einführungs-Volkstanz und einer kalligraphischen Performance. In die Ausstellung führt der Präsident der koreanischen Künstlervereinigung Kim Sang-Soo ein. Für den Besuch der Ausstellung und der Eröffnungsveranstaltung wird kein Eintritt erhoben.
Am Montag (21 .September) erfolgt aufgrund des großen Interesses aus Korea ein Austausch der Exponate. Weitere koreanische Arbeiten werden dann zu sehen sein.
In diesem Zusammenhang werden an diesem Tag um 18 Uhr kleine koreanische Köstlichkeiten gereicht. Außerdem werden Filme über Korea gezeigt.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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