11.08.2009 (ms)
Den Entwurf des neuen Bebauungsplans für das Gebiet Weintrautstraße und Germanenplatz möchte die Marburger Linke (ML) so "ändern, dass innerhalb festgelegter Baugrenzen die Anzahl und Größe der zu planenden Gebäude so flexibel gestaltet werden kann, dass ein Spielraum für die Wohnungsbaugesellschaften geschaffen wird und eine kostengünstige sowie vom Land Hessen unterstützte Bebauung möglich wird". Diese Forderung erhebt die Fraktion in einem Antrag zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (StVV) am Freitag (4. September).
Der Entwurf mache außerordentlich starre Vorgaben: Erlaubt seien dort nur fünf Wohnblocks.
Dadurch könnte dieses Gebiet nach Ansicht der Marburger Linken für Wohnungsbaugesellschaften unattraktiv werden, die an kleinteiligerem Bauen auch für ältere Mitbürger mit geringerem Einkommen interessiert seien. Werde solches Bauen verunmöglicht, "kämen erneut ausschließlich profitorientierte Investoren zum Zuge, die die Stadt mit Projekten wie zur Zeit mit der Wohnanlage am Erlenring 13 belästigen". Durch eine flexiblere Gestaltung des neuen Bebauungsplans möchte die Linke stattdessen ein Engagement von stärker sozial interessierten Bauherren erleichtern und dadurch Immobilien-Haien das Wasser abgraben.
pm: Marburger Linke
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