22.07.2009 (fjh)
Bereits zum zehnten Mal stehen Zauberei, Artistik und Comedy in diesem Sommer im Mittelpunkt eines bunten Varietéprogramms in der
Waggonhalle. Von Donnerstag (13. August) bis Montag (7. September) findet dort der 10. Marburger Varieté-Sommer statt. Der Marburger
Zauberkünstler "Juno" alias Horst Lohr stellte das Programm gemeinsam mit dem Team der Waggonhalle am Mittwoch (22. Juli) der Öffentlichkeit vor.
Wegen des großen Erfolgs der vorangegangenen Varietéprogramme wurde die Dauer der Veranstaltung in diesem Jahr auf drei Wochen verlängert. Unter der Abkürzung "ZAC" treten zwischen Donnerstag (13. August) und Sonntag (30. August) zweimal mittwochs sowie donnerstags bis samstags jeweils um 20 Uhr und sonntags bereits um 18 Uhr neben dem Zauberkünstler "Juno" der Break-, Ballett- und Turniertänzer "Herr Riesling", die Impro-Comedy-Künstlerin Betty LaMinga als Conferanciere, die Magierin Katrin Weißensee mit zauberhaften bildern aus feinstem Sand, der Jongleur Martin Mall sowie die Akrobaten Daniel und Reynald auf.
Insgesamt 13 Abende gestalten diese Künstler gemeinsam. Hinzu kommt am Samstag (22. Juli) noch eine "Mitternachts-Show" um 23.30 Uhr. Mit einem vergünstigten Eintrittspreis möchten die Veranstalter hier besonders junge Zuschauer ansprechen, denen der späte Veranstaltungsbeginn eher zupass kommen dürfte.
Beim letzten Varieté-Sommer hatten die beteiligten Künstler eine solche Mitternachts-Veranstaltung nachträglich noch spontan ins Programm aufgenommen. Mit 80 Zuschauern war sie so gut besucht, dass sie jetzt von vornherein eingeplant wurde.
Vollkommen neu ist das sogenannte "Lach-ZAC". Dabei gestalten vier unterschiedliche Comedians an fünf Tagen gemeinsam ein humorvolles Abendprogramm. Beteiligt sind neben "Herrn Riesling" Tina Häussermann, der gebürtige Iraner Sammy Tavalis und der Brite Kenny Layton.
Ergänzt wird dieses Grundgerüst durch die Solo-Programme von sieben Einzelkünstlern, die in der Regel jeweils montags oder dienstags in der Waggonhalle auftreten. In diesem Jahr handelt es sich dabei erstmals ausschließlich um Künstler, die nicht auch am ZAC-Programm teilnehmen.
Mit "
Einmal Klassik und zurück" kommt am Dienstag (18. August) um 20 Uhr der Musik-Kabarettist Armin Fischer wieder in die Waggonhalle. Exakt ein Jahr vorher begeisterte der brilliante Pianist das Marburger Publikum beim 9. Marburger Varieté-Sommer.
Auch sonst sind einige "alte Bekannte" wieder mit von der Partie. Daniel Helfrich lässt am Montag (24. August) wieder "Alle mal die Handheben!". Der Zauberkünstler und Entertainer Thomas Otto zeigt am Dienstag (25. August) "scheinbar unscheinbar" den Zauber der Dinge.
Die Straßenmusiker "The Les Clöchards" präsentieren ihre schräge Musik zum Abschluss des 10. Varieté-Sommers am Montag (7. September).
Den Auftakt der Einzelabende bildet am Montag (17. August) der "Circo FantazzTico" aus Costa Rica. Dieses Straßenkinder-Projekt haben die Veranstalter mit Unterstützung des
Marburger Weltladens nach Marburg geholt.
Als "lautesten Pantomimen der Welt" bezeichnet der US-Amerikaner Peter Schub sich selbst. Die Veranstalter äußerten sich hoch erfreut darüber, dass es ihnen endlich gelungen ist, diesen Künstler nach Marburg einzuladen.
Salon-Musik im Stile der 20er Jahre präsentieren Denis Wittberg und seine Schellack-Solisten am Montag (31. August). Dieses Orchester mit Blechbläsern und einer guten Portion Originalität gastiert ab 20 Uhr erstmals in der Waggonhalle.
Ebenfalls als Neuerung bieten die Veranstalter beim 10. Varieté-Sommer erstmals einen Festival-Pass an. Für 75 Euro können dessen Inhaber alle sieben Solo-Abende sowie das ZAC-Varieté und das Lach-ZAC besuchen. Da diese - allerdings ausschließlich in der Waggonhalle erhältliche - Karte übertragbar ist, stellt sie eine sehr günstige Möglichkeit zum Besuch des umfangreichen Programms dar.
Sein Publikum zieht der Marburger Varieté-Sommer inzwischen aus ganz Mittel- und Nordhessen. Selbst aus Frankfurt kommen Gäste nach Marburg, weil die Preise hier günstiger und die Atmosphäre familiärer ist als in den bekannten Varieté-Palästen.
"Im ersten Jahr sind sie zu zweit nach Marburg gekommen", berichtete Lohr von Bekannten aus Herborn. "Ein Jahr später kamen sie schon zu viert und beim letzten Mal sogar schon zu sechst. Wahrscheinlich werden sie bald einen Bus mieten können."
Franz-Josef Hanke
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