17.06.2009 (fjh)
Die mit hohen Mehrheiten getroffenen Entscheidungen der studentischen Vollversammlung sowie die gelungene Blockade der Universitätsverwaltung am Dienstag (16. Juni) hat der
Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) am Mittwoch (17. Juni) begrüßt.
Um 16 Uhr begann die studentische Vollversammlung im - bis zum letzten Platz gefüllten – Autitorium Maximum (AudiMax) an der Biegenstraße. In der vierstündigen Vollversammlung nahmen die knapp 1.000 Anwesenden mit großem Interesse die Informationen über den bundesweiten Bildungsstreik sowie die konkreten Punkte für Marburg auf. Intensiv diskutierten sie über die anschließend mit großer Mehrheit verabschiedete Resolution.
Ein starkes Polizei-Aufgebot war bereits vor der Vollversammlung aufgezogen. "Es kann nicht angehen, dass die Polizei mehrere Wagen auffährt, nur weil die Studierenden sich zu einer Vollversammlung treffen", protestierte die AStA-Vorsitzende Anna Schreiber. "Genauso lehnen wir es strikt ab, dass sich Beamte in Zivil unter die Studierenden gemischt haben, um so an der VV
teilzunehmen."
Die Vollversammlung richte sich an Studierende, nicht an Polizeibeamte. "Diese Art der totalen Überwachungen seitens des Staates kritisieren wir massiv und lehnen sie auf das Schärfste ab", machte Schreiber deutlich.
Im Anschluss an die Vollversammlung fanden sich knapp 100 Studierende zusammen, die das Verwaltungsgebäude der
Philipps-Universität besetzten. Die gleiche Anzahl Studierender befand sich draußen vor dem Eingang und solidarisierte sich mit den Besetzern.
Während der mehrstündigen Besetzung, die erst gegen 1 Uhr ihr Ende fand, wurde mit dem Universitätspräsidenten Prof. Dr. Volker Nienhaus über die Forderungen der Studierendenschaft kontrovers diskutiert. "Die für uns erfolgreich verlaufenen Verhandlungen sind ein erster Erfolg im Kampf um weitere Zugeständnisse", resümierte Schreiber. "Für den Rest der Bildungsstreik-Woche steht uns das Audimax zur Verfügung."
Niemandem werde wegen der Fehltage beim Bildungsstreik ein Nachteil in seiner universitären Veranstaltung entstehen. Zudem wurde die Polizei-Präsenz reduziert, berichtete Schreiber: "In der weiteren Diskussion am Donnerstag werden wir gegenüber dem Präsidium und allen Interessierten unsere weiteren Forderungen erläutern und gemeinsam Lösungswege diskutieren."
Die Bildungsstreik-Woche geht weiter. Unter anderem wird sie mit einer Demonstration am Mittwoch (17. Juni) ab 13Uhr fortgeführt. Viele weitere Veranstaltungen sollen die Anliegen der Studierenden, der Schülerschaft und der Eltern einer breiten Bevölkerung näherbringen.
pm: AStA Marburg
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