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Mehr Blau war nie


Neue Ausstellung der Blauen Linse im Rathaus

06.06.2009 (fjh)
Vor 15 Jahren schlossen sich engagierte Fotografinnen und Fotografen zusammen, um einer interessierten Marburger Öffentlichkeit mit eigenen Ausstellungen gestaltende Fotografie näherzubringen. Seitdem haben sie unter dem Namen "Blaue Linse Marburg" über 30 Einzel- oder Gemeinschaftsausstellungen durchgeführt, in denen eigene, aber auch Fotoarbeiten auswärtiger Foto-Künstler präsentiert wurden.
Schon zu einer Tradition sind die alljährlichen Ausstellungen der "BLAUEN LINSE" im Rathaus geworden, die jeweils unter einem für alle Mitglieder verbindlichen Thema stehen, das dann individuell interpretiert wird. Ein besonderes Merkmal der neuen - durch das Rahmenthema " Mehr Blau war nie" klar definierten - Ausstellung sind die wiederum deutlich erkennbaren Unterschiede bei der fotografischen Interpretation des Themas.
Erhart Dettmering meint, dass Blau - verglichen etwa mit Rot, Weiß oder Grün - in der Natur und auch sonst relativ selten vor kommt, wenn man einmal vom - gelegentlich - blauen Himmel absieht. Umso reizvoller war es für ihn, das Blau in der Umgebung einmal fotografisch ins Blickfeld zu rücken.
Ursula Eske hat Orte und Räume fotografiert, die Ruhe und Weite ausstrahlen. Diese Aufnahmen hat sie mit Hilfe eines alten fotografischen Edel-Druckverfahrens in cyanblaue Farbtöne verwandelt.
Andrea Freisberg sucht nach reinen Blau-Vorkommen: tiefe Blicke in blaue Augen, leuchtend blaue Blumenblüten und die bunte Welt der blauen Lebensmittel bilden ihre Motive.
Heike Heuser fotografierte Schüler in Jeans, Handwerker im Blaumann , Reinemachefrauen, Polizisten , Kinder, Prinzengardistinnenn, Baskeballerinnen und Mitglieder einer Trachtengruppe. Bei ihr dokumentiert die blaue Kleidung Gruppenzugehörigkeit. Einheitlichkeit in Form und Farbe ist oder wird dabei zur "UNI-FORM".
Reinhard Keller zeigt in seiner Reihe "Nachtstücke" kleine Szenen nächtlicher Straßen und Städte. Basierend auf Schwarz-Weiß-Fotografien hat er in der Technik der Cyanotypie nächtlich blaue Bilder geschaffen.
Klaus Laaser sieht Luftaufnahmen als eine Möglichkeit das Thema "Mehr Blau war nie" zu interpretieren.
Gudrun Niessner-Wild hat ihr Blau an Bauzäunen in Marburg und Japan beim Myjama Schrein gefunden.
Um die Farbe Blau aus der natürlichen Flora herauszulösen, hat Thomas Rotarius alles nicht Blaue grau gesetzt. Das schafft einen eigenen, unnatürlichen Reiz. Eine zusätzliche Hinterleuchtung bringt die blaugrauen Strukturen zum Strahlen.
Angela Weber hat ein Mosaik aus verschiedenen Blau-Bildern gemacht. Damit zeigt sie eine Art Verdichtung der (Farb-)Erinnerung an eine bestimmte Zeit ihres Lebens.
Edgar Zieser konfrontiert Baum-Skulpturen der Wüstenrosen von Sokotra mit Rokoko-Figuren des Gartens von La Granja bei Segovia in Zentralspanien. Der blaue Ton mystifiziert die Schwarz-Weiß-Fotografien.
Hans Lindt und Sibylle Markl haben jeweils ihren eigenen Interpretationsansatz gefunden.
Die Ausstellung ist von Mittwoch (17. Juni) bis Freitag (17. Juli) im Großen Saal im Erdgeschoss des Rathauses zu sehen. Geöffnet ist sie montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 12.30 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 16 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch (17. Juni) um 18.30 Uhr im Marburger Rathaus.
pm: Blaue Linse Marburg
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