19.05.2009 (fjh)
"In diesem Sinne ist die Praxis GmbH seit 20 Jahren ein erfolgreicher Kooperationspartner und wichtiger Akteur, um Beschäftigungschancen zu erschließen“, erklärte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Praxis GmbH.
Es sei ein Markenzeichen der Arbeitsmarktpolitik in Hessen, dass Qualifizierung und Arbeitsvermittlung so eng wie möglich auf die lokalen und regionalen Gegebenheiten abgestimmt seien. Nachhaltige Vermittlungspolitik könne nur auf diese Weise erfolgreich sein.
So unterstütze das Land Hessen traditionell Projekte und Maßnahmen der Praxis GmbH. Im Jahr 2008 hat sie 96.0000 Euro vom Land erhalten.
Seit 20 Jahren sei die Marburger Beschäftigungsgesellschaft eine“Arbeitsförderungs-GmbH“, die Langzeitarbeitslose, Schwerbehinderte und Jugendliche mit dem Ziel der Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt und qualifiziert. „Die Vermittlung von zukunftsorientierten Qualifizierungen, das Ausbilden unter erschwerten Bedingungen, das Unterstützen, das "Fördern und Fordern" beim Wiedereinstieg in regelmäßige Arbeit gehöre heute wie damals zum Kerngeschäft der GmbH.
"Als Gründungsmitglied des hessischen Verbands der gemeinnützigen Beschäftigungsbetriebe (LAG Arbeit in Hessen) war die Praxis GmbH von Beginn an gestalterisch und innovativ tätig - auch Hessen-weit“, sagte Müller-Klepper.
Ausgehend vom Marburger Gebrauchtwaren-Kaufhaus bis hin zum Second-Hand-Verkauf "Relectro" habe die Praxis GmbH Schritt für Schritt neue Felder erschlossen, um die von Beginn an klar formulierte Zielsetzung verwirklichen zu können: ihre "Kunden" zu qualifizieren, an den Arbeitsmarkt heranzuführen und möglichst auch ins Erwerbsleben zu integrieren. Dabei sei es ihr gelungen, vor Ort Handlungsspielräume für schnelle nachhaltige Vermittlung zu erschließen.
Maßgeblich für den Erfolg der Beschäftigungsförderung sei das erfolgreiche Zusammenwirken des KreisJobCenters (KJC) Marburg-Biedenkopf, der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Trägervereins "Arbeit und Bildung" mit den Unternehmen vor Ort und sozialen Institutionen. Die Staatssekretärin lobte das Engagement des Landkreises als Optionskommune: "Marburg- Biedenkopf ist ein hervorragendes Beispiel, dass vor Ort in der kommunalen Zuständigkeit benachteiligte Menschen und Langzeit-Arbeitslose Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet werden können."
Der Kreis habe den vom Bund zur Verfügung gestellten Eingliederungstitel weit überdurchschnittlich für passgenaue Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik ausgeschöpft. Das KJC setze landesweit beachtete Akzente bei der Förderung von Frauen und bei Menschen über 50 Jahre.
Überregionale Bedeutung erlangte die Praxis GmbH 1991 als Sieger im Bundes-Wettbewerb für vorbildliche Integration von Aussiedlern in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde vom Bundesinnenministerium, dem deutschen Städtetag, dem deutschen Landkreistag und dem deutschen Städte- und Gemeindebund für hervorragende Arbeit ausgezeichnet.
pm: Hessisches Ministerium für Arbeit
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