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Zwei Monate in "Behandlung"


Angebliche Wunderheilerin ergaunerte 5.000 Euro

22.02.2008 (fjh)
Aufgrund der aufgefundenen Sachbeweise gibt es für die Kriminalpolizei Marburg keine Zweifel an der Täterschaft einer 23-jährigen Frau aus Offenbach. Nach den Erkenntnissen der KriPo nutzte sie die besondere psychische Ausnahmesituation einer 26-jährigen Frau aus und verursachte dabei einen Gesamtschaden von 5.000 Euro.
Die Treffen zwischen den beiden Frauen fanden zwischen dem 15. September und dem 10. Oktober 2007 in Marburg statt. Die selbsternannte Wunderheilerin sprach die junge Marburgerin in der Oberstadt an. Durch deren äußeres Erscheinungsbild wollte sie erkannt haben, dass die Marburgerin in einer schwierigen Situation stecke.
Eine geschickte Gesprächsführung ließ die Wunderheilerin mehrfach im Prinzip den Nagel auf den Kopf treffen, was die Situation ihrer Gesprächspartnerin anging. Sie versprach ihr Heilung und Hilfe.
Zunächst überließ sie ihr eine heilige Wurzel zum allgemeinen Schutz, für die sie 300 Euro erhielt. Zudem versprach sie ihr, mit weißer Magie den Rückkauf ihrer Seele zu ermöglichen. Letztendlich schloss die Angesprochene einen Handy-Vertrag ab und übergab das Telefon an ihre neue Bekanntschaft.
Ähnlich gelagerte Vorfälle in Aalen und weitere intensive Ermittlungen ergaben schließlich den Tatverdacht gegen die in Serbien-Montenegro geborene Offenbacherin. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand die KriPo tatsächlich das fragliche Handy. Trotz der erdrückenden Beweislage war die Frau zu einer Aussage nicht bereit.
Erwartungsgemäß verpufften ihre Versprechungen beim Opfer und erwiesen sich als inhaltslos. Nach einer Anzeige wegen Betrugs muss sich die Offenbacherin demnächst vor Gericht verantworten.
pm: Polizei Marburg
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