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So ein Ärger


Polizei meldet Rückgang der Kriminalität am Marktdreieck

04.05.2009 (rar)
Die Sicherheitslage im "Marktdreieck" hat sich von Dezember 2008 bis heute deutlich verbessert. So ging die Zahl der Straftaten in diesem öffentlichen Raum gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent zurück. Auch die ordnungsrechtlichen Verstöße nahmen ab.
Die Polizei führt das auf ihre verstärkte Präsenz und ihr unmittelbares Einschreiten bei Vorkommnissen zurück. Verantwortlich seien zudem die Maßnahmen der Stadt Marburg und der Gewerbetreibenden zurück.
Im Laufe des Jahres 2008 hat in der "Neuen Mitte" von Marburg ein kleiner Teil der anwesenden jungen Menschen die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt. Die polizeilich festgestellten Vorkommnisse reichten von Pöbeleien über Trinkgelage bis hin zu Beleidigungen, Körperverletzungen, Diebstählen, Rauschgiftdelikten und Raub.
Die Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung war trotz Rückgang der Straftaten offenkundig. Eine erhöhte Präsenz der Polizei und des Ordnungsamtes der Stadt Marburg führte im Oktober und Anfang November vorübergehend zu mehr festgestellten Straftaten. Dazu trug auch die höhere Anzeigenbereitschaft der inzwischen sensibilisierten Bürgerinnen und Bürger bei.
Die polizeilichen Maßnahmen ab Mitte November zeigten ihre Wirkung. Vom 1.Dezember 2008 bis zum 30. April 2009 ereigneten sich im sogenannten "Marktdreieck" insgesamt 26 Straftaten. Davon sind 14 aufgeklärt. Zwei Weitere stehen unmittelbar vor der Aufklärung.
Überwiegend handelt es sich dabei um Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Daneben waren Diebstähle und in drei Fällen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie ein Raub zu verzeichnen. Allein sechs dieser Straftaten wurden im Zuge der erhöhten Streifen- und Kontrolltätigkeit der Polizei festgestellt.
Mit zunehmend schönerem Wetter wird sich der Publikums- und Einkaufsverkehr in der "Neuen Mitte" erhöhen. Die Polizei setzt ihre intensiven Maßnahmen fort. Im Rahmen ihrer Kontrollen griff sie neben angetrunkenen und betrunkenen Erwachsenen auch drei alkoholisierte Jugendliche auf.
Die Polizei nimmt diese Fälle zum Anlass, eindringlich an die Eltern zu appellieren. Im Rahmen ihrer Aufsichts- und Erziehungspflicht sollten sie sich um Umgang, Aufenthalt und Verhalten ihrer Kinder kümmern. Damit sorgen sie für das Wohl ihrer Söhne und Töchter. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag für ein angemessenes Miteinander in Gemeinwesen. Zwischen dem Donnerstag (1. Januar) und Donnerstag (30. April) überprüfte die Polizei weit mehr als 100 Personen. Fünf Betroffene nahm sie in Gewahrsam, vier davon zur Ausnüchterung. Die Beamten sprachen gegen insgesamt 32 Personen Platzverweise aus.
"Die Polizei wird das Marktdreieck weiterhin verstärkt im Blick haben, um rechtswidrige Vorkommnisse von vornherein zu verhindern und erforderlichenfalls umgehend strafverfolgend einschreiten zu können." Kündigte Polizeipräsident Manfred Schweizer an. "Wir zählen dabei auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, die Auffälligkeiten sofort melden und sich als Zeugen zur Verfügung stellen sollten."
pm: Polizei Marburg
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