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Gegenwehr gegen Betrügerin


Auseinandersetzung im Baumarkt aufgeklärt

21.02.2008 (fjh)
die tätliche Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen am Montag (3. Dezember) in einem Baumarkt hat die Kriminalpolizei jetzt nach eigenen Angaben geklärt. Angeblich hatte sie mit dem Schuss aus einer Gaswaffe geendet.
Aufgrund ihrer Ermittlungen geht die KriPo davon aus, dass möglicherweise weitere Kunden Opfer der Machenschaften einer der beteiligten Damen geworden sein könnten. Etwaige Geschädigte bittet sie, sich mit ihr unter der Telefonnummer 06421/406-0 in Verbindung zu setzen.
Gegen 19.25 Uhr kam es an dem Montagabend im Vorraum des Baumarkts zu der Auseinandersetzung zwischen einer 24-jährigen wohnsitzlosen Frau und einer 43-jährigen Frau aus Münchhausen-Wollmar. Die 24-Jährige zeigte die ältere Frau danach wegen des angeblichen Schusses mit der Gaswaffe und der gleichzeitig ausgesprochenen Forderung nach 10 Euro an.
Tatsächlich hat nach den Erkenntnissen der KriPo allerdings das Opfer selbst die Ursache für die Auseinandersetzung gesetzt. Die wegen diverser Betrügereien polizeilich bekannte Frau hielt sich an dem Montag und höchstwahrscheinlich an etlichen Tagen zuvor mehrfach in dem Baumarkt auf. Sie stellte sich anderen Kunden als Jana Schmidt vor und gab sich als Mitarbeiterin aus. In dieser Eigenschaft sprach sie bereits am 30. November 2007 die Frau aus Münchhausen-Wollmar an. Sie bot ihr an, gegen Vorkasse von 10,90 Euro ein Regal unter Ausnutzung des ihr zustehenden Mitarbeiter-Rabatts billiger zu besorgen.
Die angesprochene Kundin ging auf das Angebot ein. Als sie am nächsten Tag das versprochene Regal abholen wollte, stellte sie fest, dass sie betrogen worden war. Diesen Vorfall meldete sie im Markt.
Am Montag (3. Dezember) erhielt sie die Information, dass die angebliche Mitarbeiterin erneut im Baumarkt sei. Sie forderte ihr Geld zurück, was zunächst in einem verbalen Streit mündete. Die 24-Jährige gab sich ahnungslos und bestritt alles.
Daraufhin setzte die 43-Jährige einen Spielzeug-Revolver ein. Das Zündplättchen knallte laut. Gleichzeitig sprühte sie ihrer Kontrahentin Pfefferspray ins Gesicht, das sie in der anderen Hand hielt.
Die KriPo hat nun die entsprechenden Strafverfahren eingeleitet. Haftgründe lagen in keinem Fall vor. Die Kripo bittet etwaige Geschädigte, die dieser angeblichen Angestellten auf den Leim gegangen sind, sich telefonisch zu melden.
pm: Polizei Marburg
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