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Vernetzung als Erfolgsrezept


OloV hilft beim Übergang von Schule zu Beruf

08.04.2009 (fjh)
Die Zusammenarbeit der regionalen Akteure im "OloV"-Prozess trägt erste Früchte. Sie soll Jugendlichen Hilfestellung beim Übergang von der Schule in Beruf und Ausbildung anbieten.
Diese erste Bilanz haben die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf am Mittwoch (8. April) gezogen. Ende 2008 war sie beschlossen und im Rahmen der hessischen Landes-Strategie "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen" (OloV) auf den Weg gebracht worden.
Dazu gehören gezielte Schulungen für Multiplikatoren, die Umsetzung des Berufswahl-Passes, die berufsbezogene Elternarbeit sowie die Befähigung von Lehrkräften, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler besser zu erkennen und gezielt zu fördern. Hinter "OloV" verbirgt sich eine gemeinsame Strategie des Hessischen Paktes für Ausbildung.
"Die nun auf den Weg gebrachten Projekte sind wichtige Bausteine in der Förderung der beruflichen Integration Jugendlicher", stellte Marburgs Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach fest.
"Besonders erfreulich ist auch, dass sich alle Partner mit Fachwissen und großem Engagement in den Prozess einbringen", lobte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern die Zusammenarbeit.
Die Projekte werden aus Mitteln der Landesregierung und des Europäischen Sozialfonds finanziert. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind dessen Fachbereich "Familie, Jugend und Soziales" sowie das KreisJobCenter (KJC) in den "OloV"-Prozess eingebunden. Die Stadt Marburg ist durch ihren Fachbereich "Arbeit, Soziales und Wohnen" sowie den Fachbereich "Kinder, Jugend und Familie" vertreten.
Darüber hinaus sind an der viermal jährlich tagenden "OloV“-Steuerungsgruppe die Agenturen für Arbeit in Marburg und Wetzlar, das Staatliche Schulamt, die Industrie- und Handelskammern Kassel und Lahn-Dill sowie die Kreishandwerkerschaft Biedenkopf beteiligt, die auch die Interessen der Kreishandwerkerschaft Marburg vertritt. Hinzu kommen projektbezogene Arbeitsgruppen, die nach Bedarf tagen.
Eine Anregung der jüngsten Sitzung der Steuerungsgruppe konnte erfreulicherweise verwirklicht werden. Dort war vorgeschlagen worden, , an ihren Aktivitäten auch eine Vertretung der Koordinatorinnen und Koordinatoren zu beteiligen, die es mittlerweile an den Schulen gibt.
Qualitätsstandards, die neben dem Berufsorientierungsprozess auch die passgenaue Vermittlung der Jugendlichen in Ausbildung fördern sollen, wurden mittlerweile um detaillierte Zielvereinbarungen ergänzt. In diesem Rahmen wird es im Jahr 2009 auch drei mehrtägige Schulungen für Lehrkräfte geben. Hierbei sollen sie in die Lage versetzt werden, bei ihren Schülerinnen und Schülern durch ein Testverfahren Kompetenzen zu erkennen, die man vielleicht im Alltag nicht sofort erkennt. Diese Kompetenzen könnten dann gezielt gefördert werden.
Darüber hinaus finden weitere Schulungen von Multiplikatoren – in der Regel Lehrkräfte oder Sozialpädagogen – statt. Dabei werden weitere Projektbausteine wie der Berufswahl-Pass oder die berufsbezogene Elternarbeit angesprochen.
"Der Berufswahl-Pass ist ein Dokumentationsinstrument für die Jugendlichen", erklärte Weinbach. In diesem Pass können die Jugendlichen alle Aktivitäten rund um das Thema "Berufswahl" übersichtlich aufzeichnen. "Egal ob Praktikum, Berufsberatung oder Nebenjob – die Jugendlichen haben den Überblick und können diesen Pass auch einer Bewerbungsmappe beilegen", sagte die Stadträtin.
"Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist auch die Einbindung der Eltern in den Berufsfindungsprozess der Jugendlichen", erläuterte McGovern. Darauf ziele ein spezielles Beratungsangebot ab: "Hier können wir den Eltern zeigen, wie sie ihre Kinder auf dem Weg zur Berufswahl begleiten und unterstützen können."
Einen weiteren Aspekt des "OloV"-Projekts erläuterte dessen Regionalkoordinator René Marc: "Auszubildende besuchen den Arbeitslehre-Unterricht an Haupt- und Realschulen, um den Schülerinnen und Schülern dort - sozusagen aus erster Hand - von ihren persönlichen Erfahrungen im Übergang Schule-Beruf zu berichten."
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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