30.01.2009 (fjh)
Als neues Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission hat Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler die Marburger Universitäts-Vizepräsidentin Prof. Dr. Babette Simon in den Wissenschaftsrat berufen. Das hat die
Philipps-Universität am Freitag (30. Januar) mitgeteilt.
Simon ist vom Bundespräsidenten mit Wirkung zum 1. Februar 2009 auf gemeinsamen Vorschlag der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Hochschulrektoren-Konferenz (HRK), der Leibnitz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) als neues Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission in den Wissenschaftsrat berufen worden. Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs zu erarbeiten sowie zur Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland beizutragen.
Der Wissenschaftsrat nimmt im Wesentlichen zu zwei Aufgabenfeldern Stellung: einerseits äußert er sich zu den wissenschaftlichen Institutionen wie Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und dabei insbesondere zu ihrer Struktur und Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Finanzierung. Andererseits bezieht er Stellung zu übergreifenden Fragen des Wissenschaftssystems, zu ausgewählten Strukturaspekten von Forschung und Lehre sowie zur Planung, Bewertung und Steuerung einzelner Bereiche und Fachgebiete.
Simon hat Humanmedizin an den Universitäten Freiburg und Basel studiert. Sie promovierte an der Universität Freiburg. Zudem erwarb sie einen Master of Science in Health Care Management an der Universität Heidelberg.
Die Internistin und Gastro-Enterologin forschte mehrere Jahre an der Harvard Universität. Sie habilitierte am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind endokrine und gastrointestinale Tumore. Simon ist Professorin am Fachbereich Medizin der Uni Marburg und seit 2006 Vizepräsidentin der Philipps-Universität.
Nach ihrer Berufung sagte Simon: "Der Wissenschaftsrat hat immer wieder wichtige Impulse zur Entwicklung von Hochschule und Wissenschaft in Deutschland geleistet. Ich sehe es als eine große Ehre und Herausforderung an, an dieser Aufgabe zukünftig mitarbeiten zu können.“
pm: Philipps-Universität Marburg
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