Logo: marburgnewsMobile Marburgnews

Zum Menü

Vorbildlich unterwegs


Auszeichnung für Marburger Versicherungsbüro

22.01.2009 (fjh)
Einen "Landespreis für die Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen" hat der in Marburg ansässige Versicherungsdienst für Blinde und Sehbehinderte (VDBS) am Donnerstag (22. Januar) in Wiesbaden erhalten.
"Es ist ein großes Anliegen der ham Donnerstag (22. Januar) essischen Landesregierung, das Engagement für schwerbehinderte Beschäftigte in Unternehmen zu befördern. Die heutigen Preisträger gehen mit gutem Beispiel voran", lobte Staatssekretär Gerd Krämer anlässlich der Preisverleihung die drei Gewinner. Der Landespreis wurde zum dritten Mal verliehen.
"Das Ziel einer gleichberechtigten Teilnahme von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft ist vor allem über das Arbeitsleben zu verwirklichen", sagte Krämer.
Die Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter sinkt. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) betrug die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten 151.442 im Dezember 2008. Gegenüber Dezember 2007 sank damit die Zahl um 4.757 oder 3,0 Prozent. Die Hessische Landesregierung ist mit einer Beschäftigungsquote im öffentlichen Dienst von 7,3 Prozent an der Spitze aller Bundesländer.
"Dieser Landespreis soll einen Beitrag zur Bewusstseinswahrung leisten. Denn behinderte Menschen zeigen tagtäglich, dass sie in der Lage sind, hochwertige Leistung zu erbringen. Vor allem sind sie hoch motiviert und haben häufig besonders ausgeprägte und geschärfte Teil-Kompetenzen gegenüber Nichtbehinderten", stellte der Staatssekretär fest.
Den diesjährigen Preisträgern wird als Anerkennung ihres Engagements für Menschen mit Behinderungen ein Geldpreis von jeweils 3.000 Euro sowie eine Urkunde und eine Plakette überreicht. Sie sind zusätzlich für den Zeitraum von drei Kalenderjahren berechtigt, sich öffentlich auf den Preis zu berufen. Das ist insbesondere in Kunden-Mitteilungen und Werbemaßnahmen von Interesse.
Ein wesentlicher Punkt bei der Bewerbung für den Landespreis 2008 war die Ausbildungsbereitschaft und die tatsächlich erforderliche Zahl von Auszubildenden.
"Besonders erfreut hat mich die Tatsache, dass alle Preisträger diese Vorgaben mühelos erfüllen und sowohl eine Beschäftigungsquote weit über die gesetzlichen fünf Prozent aufweisen als auch schwerbehinderte Auszubildende beschäftigen", lobte Krämer die Firmen. "Allen drei Preisträgern ist neben der Selbstverständlichkeit der barrierefreien Gestaltung ihrer Arbeitsplätze eine Unternehmensphilosophie gemeinsam, die die schwerbehinderten Beschäftigten und deren Integration in das Arbeitsleben in den Mittelpunkt des Handelns stellt."
In der Kategorie bis 20 Beschäftigte wurde der VDBS GmbH Versicherungsdienst für Blinde und Sehbehinderte aus Marburg ausgezeichnet, der Schwerbehinderte beschäftigt, obwohl wegen der Betriebsgröße keine Beschäftigungspflicht besteht. Der Dienst bietet die Vermittlung von Versicherungen und begleitet Menschen mit Sehbehinderung in gute und zuverlässige Versicherungsverhältnisse. Als Arbeitgeber bietet er Blinden und Sehbehinderten Menschen gute Integrationsmöglichkeiten. Zudem ist er ein wichtiger Partner für Blinde und sehbehinderte Menschen.
Die Faubel & Co. Nachfolger GmbH in Melsungen erhält den Preis in der Kategorie II für Betriebe bis 200 Beschäftigte. Dieses Unternehmen zeichnet sich durch vielfältige Maßnahmen aus. Beschäftigt ist auch ein gehörloser Auszubildender. Er wird unabhängig von seiner Behinderung im dualen Ausbildungssystem ausgebildet und nimmt am normalen Berufsschulunterricht mit Dolmetscher teil. Zusätzlich erhält er Unterstützung am Arbeitsplatz und durch eine pädagogische Einrichtung bei den Hausaufgaben.
Der Arbeitsplatz eines gehörlosen Mitarbeiters wurde technisch hochmodern ausgestattet. Seine Einarbeitung erfolgte mit einem Dolmetscher sowie einer Reha-Maßnahme zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit.
Bei den Großunternehmen über 200 Beschäftigte ist der diesjährige Preisträger die Energieversorgung Offenbach AG. Für die Bewertung der Jury war ausschlaggebend, dass zwei schwerbehinderte Auszubildende im Jahr 2008 ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Eine Integrationsvereinbarung besteht seit 2003. Seitdem konnte das Unternehmen eine kontinuierliche Steigerung der Beschäftigungsquote
verzeichnen. Besondere Maßnahmen für Frauen mit Behinderung waren ein weiterer Grund für die Auszeichnung.
pm: Hessisches Sozialministerium
Text 1717 groß anzeigen

www.marburgnews.de

© 2017 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg