Logo: marburgnewsMobile Marburgnews

Zum Menü

Fünf Eisbrüche


Stadt, Kreis, Polizei, Feuerwehr und DLRG warnen

12.01.2009 (fjh)
Vor dem Betreten der Eisflächen auf der Lahn warnen der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Universitätsstadt Marburg, die Polizei, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Kreis-Feuerwehrverband Marburg-Biedenkopf eindringlich.
"Trotz der klirrenden Kälte der vergangenen Tage ist das Betreten der Eisflächen auf der Lahn gefährlich", betonten Landrat Robert Fischbach und Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel am Montag (12. Januar). Kreis-Brandinspektor Lars Schäfer wies darauf hin, dass bei Fließgewässern trotz eisiger Temperaturen keine einheitlich dicke Eisschicht entsteht: "Das Problem sind zum einen unterschiedliche Wasserstände, so dass unter dem Eis Hohlräume entstehen können. Zum Anderen gibt es Stellen, an denen deutlich wärmeres Wasser in die Lahn eingeleitet wird. An diesen Stellen kann sich auch keine einheitlich dicke und tragfähige Eisschicht bilden."
In der zurückliegenden Woche schwankte der Pegel der Lahn um bis zu 20 Zentimeter.
Oberbürgermeister und Landrat appellieren an die Menschen, Vernunft und Sicherheit walten zu lassen: "Wer jetzt auf das Eis der Lahn geht, begibt nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr!"
Polizeisprecher Martin Ahlich ergänzt, dass sich hierbei auch Erwachsene ihrer Vorbild-Funktion gegenüber Kindern bewusst werden sollten: "Kinder orientieren sich am Verhalten der Erwachsenen und ahmen es nach."
Die DLRG und der Kreis-Feuerwehrverband Marburg-Biedenkopf weisen ergänzend darauf hin, dass bei den vorausgesagten Temperatur-Anstiegen in den kommenden Tagen die Tragfähigkeit der Eisdecken noch unberechenbarer wird. "Die Gefahr wird dann noch größer", betonten Feuerwehr und DLRG, die im Landkreis Marburg-Biedenkopf für die Wasser- und Eisrettung zuständig sind.
Sollte jemand Zeuge einer Notlage werden, sollte er sofort über Notruf 112 die Rettungskräfte alarmieren. Falls vorhanden, kann man dem Betroffenen Hilfsmittel wie Seile oder Rettungsringe zuwerfen, damit der Eingebrochene über Wasser bleibt. Man kann auch versuchen, ihm Stangen, Bretter oder Leitern zuzuschieben.
Von eigenen Rettungsversuchen sollte man aber lieber Abstand nehmen. Anders wäre es nur,wenn man diese Rettung vom sicheren Ufer aus durchführen kann.
"Warten Sie auf die Rettungskräfte", sagen Feuerwehr und DLRG. Wenn das Eis anfängt zu knirschen und zu knacken, wenn man bereits darauf steht, sollte man sich möglichst flach hinlegen, um das eigene Gewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen.
Wenn das möglich erscheint, sollte man versuchen, vorsichtig ans Ufer zu kriechen. Falls das nicht
möglich ist, sollte man flach liegen bleiben und auf die Rettungskräfte warten!
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
Text 1671 groß anzeigen

www.marburgnews.de

© 2017 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg