09.01.2009 (fjh)
Häufig wird von der Unlust geredet, zu heiraten. Allerdings sprechen zumindest die Marburger Zahlen eine andere Sprache. Die Anzahl der Hochzeiten im Jahr 2008 lag in der
Universitätsstadt Marburg bei 412.
"Daran sieht man, dass bei uns die Menschen immer noch die Tradition, zu Heiraten, schätzen und pflegen“, stellte Oberbürgermeister Egon Vaupel am Freitag (9. Januar) zufrieden fest.
Marburg sei eine ideale Stadt zum Heiraten. So sei es nicht verwunderlich, dass sich viele Paare die Stadt für ihre Hochzeit aussuchen.
Auswählen können Sie sich auch die Räumlichkeiten, in denen die standesamtliche Trauung stattfinden soll. Neben dem "Steinernen Haus" als ältestem Steingebäude der Stadt und dem Historischen Rathaus mit elf Trauungen im Jahr 2008 ist es außerdem möglich, sich im Marburger Landgrafenschloss, wo 2008 zehn Eheschließungen stattgefunden haben, oder "in Sichthöhe gegenüber" im Kaiser-Wilhelm-Turm trauen zu lassen, wo sich 2008 immerhin 14 Paare das "Ja-Wort" gegeben haben.
Haupt-Anziehungspunkt für Brautpaare ist allerdings nach wie vor das "Steinerne Haus" am Obermarkt mit 373 standesamtlichen Trauungen. Mit viel öffentlichem Interesse und Phantasie bei Überraschungen durch die Hochzeitsgesellschaften wird hier der Start ins Eheglück zelebriert.
Auch die Zahl der Geburten stimmt den Rathaus-Chef freudig. 2.032 Kinder kamen 2008 in Marburg zur Welt. Das sind 100 mehr als im Jahr zuvor.
Bei der Namens-Hitliste gibt es einen bunten Mix zwischen Tradition und Moderne: So nehmen beim weiblichen Nachwuchs Sophie mit 55, Marie mit 52 und Elisabeth mit 26 Namensgebungen die Podestplätze ein, während bei den Jungen Luca mit 32 vor Maximilian mit 26 und Leon mit 23 Geburtseintragungen das Spitzenfeld anführen.
"Weder meine Magistratskollegen Franz und Kerstin, noch ich sind unter den ersten 35 Plätzen der Vornamens-Hitliste vertreten", stellte Oberbürgermeister Egon Vaupel fest. Aber hier sei eben der Zeit-Geschmack nach wie vor das Spielfeld der Eltern.
pm: Stadt Marburg
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