02.01.2009 (fjh)
Alle Hände voll zu tun hatte die Polizei zum Jahreswechsel. Insgesamt rückte die Polizei im Landkreis Marburg-Biedenkopf allein während der Silvesternacht fast fünfzig Mal aus. Trotz der Zündung gefährlicher - selbst hergestellter - Feuerwerkskörper Blieb diese unruhige Nacht aber unter dem Strich ohne besondere Vorkommnisse.
Ruhestörungen, Sachbeschädigungen, alkoholbedingt hilflose Menschen, der ein oder andere Unfall, Autofahrer unter Alkohol-Einwirkung, Beleidigungen, Raufereien, Farbschmierereien und glimpflich verlaufene Brandmeldungen waren dabei die Einsatz-Anlässe. Insgesamt blieben die Menschen im Landkreis nach bisherigem Wissen der Polizei dennoch von schwereren Verletzungen verschont.
Beispielhaft bereichtete die Polizei von einer Unfallflucht mit einem gestohlenem Auto in Marburg. Nicht weit kamen die Diebe eines silbernen Audi A 4 in der Silvesternacht. Es reichte nur von der Tiefgarage eines Hotels an der Rosenstraße bis zur Einmündung der Furthstraße in die Rosenstraße. Dort blieb der Wagen erheblich beschädigt stehen.
Die Diebe durchbrachen beim Verlassen der Tiefgarage die Ausfahrts-Schranke und das dahinterliegende Rolltor. Möglicherweise durch dieses Manöver mit entsprechend hoher Geschwindigkeit verlor der unrechtmäßige Fahrer die Herrschaft über den Audi, kam nach links von der Fahrspur ab und fuhr gegen eine Stützmauer.
Die Polizei fand den vorne stark beschädigten Kombi unverschlossen um 4.15 Uhr. Der Besitzer feierte den Jahreswechsel in dem Hotel und erfuhr erst durch die Polizei von dem Diebstahl.
Der oder die Täter waren auf noch nicht bekannte Weise in den Besitz eines der beiden Autoschlüssel gekommen, den sie benutzten. Die Polizei sucht Zeugen. Möglicherweise fielen der oder die Diebe beim Verlassen des Unfallautos in der Rosenstraße auf.
Ohne den notwendigen Motorrad-Führerschein fuhr ein 22-jähriger Mann alkoholisiert und ohne Helm mit einem nicht zugelassenen Vollcross- Motorrad durch Moischt. Die Polizei beendete die Fahrt in der Silvesternacht um 2.32 Uhr.
Ein Opfer der Knallerei wurde die Telefonzelle Am Richtsberg. Der Notruf ging wohl noch, aber ansonsten glich die Zelle vor dem Einkaufszentrum einem Trümmerfeld. Sämtliche Scheiben waren zerstört.
Das Telefonhäuschen und der gesamte Platz sowohl rund herum als auch auf dem angrenzenden Marktbereich waren mit diversem Müll, Glasscherben und Resten von Feuerwerkskörpern übersät. Allein an der Zelle entstand ein Schaden von mindestens 1.000 Euro.
pm: Polizei Marburg
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