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Die Fledermaus


Operette in der Marburger Stadthalle

21.12.2008 (ms)
Bekannte Ohrwürmer wie "s' ist mal bei mir so Sitte", "Glücklich ist, wer vergisst" oder "O je, o je, wie rührt mich dies" hat Johann Strauß für seine Operette "Die Fledermaus" geschrieben. Auf Einladung des Hessischen Landestheaters gastieren das Parktheater Augsburg und das Staatliche Musiktheater Sofia mit diesem Werk am Samstag (27. Dezember) um 20 Uhr in der Stadthalle.
Die Musik, die dem Wiener Komponisten zu dem witzigen Libretto von Karl Haffner und Richard Genée eingefallen ist, ist ein einziges Feuerwerk.
Die "Rache der Fledermaus" steht im Mittelpunkt der turbulenten Handlung. Es ist die Rache des Notars Dr. Falke für einen üblen Faschingsscherz, den sich der Rentier Gabriel von Eisenstein mit ihm erlaubt hat.
Rache ist ja bekanntlich süß. Das gilt besonders dann, wenn man sie in einer großen Abendgesellschaft des reichen Prinzen Orlofsky aus vollem Herzen genießen kann.
Falke freut sich, dem selbstherrlichen Eisenstein seine Bosheit mit Zins und Zinseszins heimzuzahlen. Er setzt ein verwirrendes Verwechslungsspiel in Szene, das alle Beteiligten - einschließlich des Publikums - vollauf in Atem hält.
Erst am nächsten Morgen im Gefängnis findet alles eine vorläufige Lösung. Der fidele Gesangslehrer Alfred, der statt des umtriebigen Eisenstein in der Zelle sitzt, wurde am Vorabend in dessen Haus festgenommen, weil man ihn für Eisenstein hielt. Die ungarische Schöne, der Eisenstein beim Fest vehement den Hof gemacht hat, war seine verkleidete Ehefrau Rosalinde.
Eine der adeligen Damen beim Fest hatte eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Adele, der Zofe seiner Frau. Das Durcheinander verwirrt den angetrunkenen Gefängniswärter Frosch vollständig.
Nachdem die verschiedenen Parteien im Gefängnis erschienen sind, lassen sich die aufgeheizten Gemüter ein wenig beruhigen. Falke hatte seine Rache. Der Champagner war an allem Schuld.
Auf der Besetzungsliste stehen unter anderem Peter Josch als Frosch, Mario Nikolov als Eisenstein und Matthias Degen als Dr. Falke.
Der "Frosch" ist eine Parade-Rolle für Peter Josch. In seiner Geburtsstadt Wien hat er die Schauspielschule besucht. Nach dem ersten Engagement am Stadttheater Baden bei Wien und umfassenden Erfahrungen in diversen Wiener Kellertheatern schaffte Josch den Sprung ins Raimund-Theater, dem sich Engagements ans Burgtheater und an das Theater in der Josefstadt anschlossen.
Parallel spielte er bei Sommer-Festspielen in Österreich und Deutschland. Sein Rollen-Repertoire reicht vom Zettel in Shakespeares "Sommernachtstraum" über alle großen Nestroy- und Raimund-Rollen bis zur Titelrolle in Molières "Tartuffe". Mehr als 100 Auftritte in Fernsehspielen und –serien vervollständigen seine künstlerischen Aktivitäten.
In den letzten zehn Jahren widmete Josch der Regie-Arbeit mit inzwischen über 40 Inszenierungen ebensoviel Zeit wie seiner Schauspiel-Karriere. Zwischen 1987 und 1999 war er Intendant der Festspiele Röttingen. Zwischenzeitlich hatte er auch die Leitung des Theaters im Schloss Weilburg. Seit 2000 ist er künstlerischer Leiter der Kissinger Theatertage.
pm: Hessisches Landestheater Marburg
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