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Furcht vor Politik


Kreisjugendparlament ruft zu Kandidaturen auf

10.12.2008 (fjh)
Alle Jugendlichen im Landkreis zwischen 12 und 18 Jahren erhalten in diesen Tagen Post: die Wahlbenachrichtigung für das Kreisjugendparlament (KJP). Ganz wie bei den Erwachsenen können Jugendliche ihre Interessenvertretung wählen.
Zunächst geht es aber darum, Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, die beim KJP mitmachen. Gewählt werden für zwei Jahre aus jeder Gemeinde des Landkreises Marburg-Biedenkopf jeweils zwei Abgeordnete. Wie bei Wahlen üblich, werden natürlich wesentlich mehr engagierte Jugendliche gesucht.
Parteien spielen beim KJP keine Rolle. Die Abgeordneten vertreten die Interessen aller Jugendlichen.
In der Vergangenheit hat das KJP Jugendgruppen unterstützt, wenn es um den Erhalt oder die Schaffung neuer Jugendräume ging. Bessere Busverbindungen und schülerfreundliche Schulen sind weitere Themen, mit denen sich das KJP auseinandergesetzt hat.
Die Abgeordneten des KJP haben in der Vergangenheit immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sie als gewählte Vertreter ein höheres Durchsetzungsvermögen haben als ein einzelner Jugendlicher. Das gilt vor allem dann, wenn es darum geht, Wünsche und Vorschläge an Bürgermeister oder Ortsvorsteher heranzutragen.
Das KJP führt aber auch eigene Veranstaltungen durch. So fand im April 2008 eine Rock-Nacht in Dautphe mit jungen Bands aus der Region statt. Außerdem hat das KJP in diesem Jahr zum fünften Mal den Jugend-Kulturpreis ausgeschrieben. Die Beiträge wurden auf dem Jugend-Kulturtag am 22. November 2008 in Kirchhain vorgestellt und von der Jury bewertet.
Seit Mitte 2002 erscheint in unregelmäßigen Abständen ein eigener KJP-Newsletter, mit dem das Parlament über seine Arbeit informiert.
Die Abgeordneten des KJP dürfen in den Gremien des Landkreises zu allen Angelegenheiten mitreden, die Kinder und Jugendliche angehen. So können sie Einfluss auf die Politik der "Großen" nehmen. Das KJP ist eine Gelegenheit, den Politikerinnen und Politikern zu sagen, was Jugendliche wirklich wollen.
Aber Arbeit ist nicht alles. Auf den Wochenend-Seminaren des KJP gibt es viele Gelegenheiten, neue Leute kennenzulernen und gemeinsam viel Spaß zu haben. "Und man kann für die persönliche Entwicklung viel mitnehmen", betonte Vorstandsmitglied Henner Vogel auf einer Veranstaltung am Samstag (6. Dezember).
Rhetorische Fähigkeiten wie das Diskutieren, Argumentieren und Präsentieren werden geschult. Das Selbst- und Verantwortungsbewusstsein wird gestärkt. Man lernt, in einem Team zusammenzuarbeiten. Außerdem erfährt man einiges über politische Zusammenhänge und über die Grundlagen der Demokratie.
Wer Interesse hat, beim KJP mitzumachen oder sich einfach nur informieren will, kann sich bis zum 31. Januar 2009 bei der Geschäftsstelle des Kreisjugendparlaments im Landratsamt melden.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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