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Kamerunerin erhielt DAAD-Preis

08.12.2008 (ms)
Einmal pro Jahr verleiht die Philipps-Universität den DAAD-Preis für hervorragende Studienleistungen und soziales Engagement ausländischer Studierender. Trägerin ist 2008 die Kamerunerin Nadege Miclanche Azebaze, die in Marburg Betriebswirtschaftslehre studiert.
Ihre Schwerpunkte sind Wirtschaftsprobleme in den Entwicklungsländern, Controlling sowie Finanzierung und Banken. Die Verleihung des Preises des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), der aus Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert wird und mit 1.000 Euro dotiert ist, fand am Montag (8. Dezember) im Rahmen des jährlichen DAAD-Stipendiatentreffens in Marburg statt. Mit dem Preisgeld wird Azebaze darin unterstützt, ihr Studium und ihr Engagement erfolgreich fortzusetzen.
Prof. Dr. Evelyn Korn hatte Azebaze dem Präsidium der Philipps-Universität als Preisträgerin vorgeschlagen. "Sie hat sich in vorbildlicher Weise um die Integration ausländischer, insbesondere kamerunischer, Studierender an der Philipps-Universität engagiert. Mit dem Preis kann sie eine angemessene Würdigung ihrer Leistung für die Studierenden, aber auch für die Philipps-Universität als weltoffene Institution erfahren", erklärte Korn in ihrer Laudatio.
Azebaze engagiert sich ehrenamtlich als Kulturelle Referentin des "Afrikanischen Studenten Vereins Marburg" und als Soziale, Kulturelle und Sportliche Referentin des "Kamerunischen Studenten Vereins und Freunde". Außerdem ist sie Mitglied in der Nicht-Regierungsorganisation "Help Now".
Als sie 2002 ihr Studium an der Philipps-Universität begann, hatte Nadege Azebaze mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: Wichtige Deutsch- und Methodenkenntnisse fehlten ihr. Der Anschluss an andere Studierende war nicht leicht.
"Die anfänglichen Schwierigkeiten hat sie bravourös überwunden und gehört nun zu den Leistungsträgerinnen unseres Fachbereichs", lobte Korn die Preisträgerin.
"Wenn man durch die Schwierigkeiten mit dem System der Universität gekommen ist, bekommt man viele Ideen, die man von Student zu Student weitergeben kann", berichtete Azebaze. Deshalb beschloss sie, ihre Erfahrungen an andere kamerunische Studienanfänger weiterzugeben. Deshalb gründete sie den Kamerunischen Studenten Verein.
Mit viel Energie arbeitet sie an einem Mentoren-Programm, mit dem allen neuen Studierenden aus Kamerun und anderen afrikanischen Ländern südlich der Sahara unabhängig vom Fachbereich bei der Eingewöhnung in den Alltag an einer deutschen Universität geholfen werden soll. "Als einziger Mensch kann man nicht sehr viel erreichen, nur in einem Netzwerk", lautet das Fazit der 26-jährigen Studentin über ihre Arbeit.
pm: Polizei Marburg
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