06.02.2008 (sts)
Die Trauerweide an der Elisabethkirche erregt weiterhin die Gemüter. Die Marburger Linke hatte im Umweltausschuss am Dienstag (5. Februar) einen Antrag eingebracht, in dem sie den Magistrat aufforderte, die Weide zu erhalten.
Bereits im Februar 2006 hatte das Stadtparlament aber ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen, dass die Weide im Zuge der Umbaumaßnahmen im Umfeld der Elisabethkirche gefällt werden müsse.
Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) erklärte nun, dass sich der Kirchenvorstand der Elisabeth-Gemeinde für die Fällung ausgesprochen habe. Das geschah, obwohl ein aktuelles Gutachten des Baum-Sachverständigen Dr. Bürger zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Weide noch 15 bis 20 Jahre als standsicher gelten dürfte.
Die Gefahr einer unmittelbaren Fällung bestehe indes nicht, wie Kahle weiter erläuterte. Zunächst einmal liege derzeit kein Fäll-Antrag vor. Zudem existiere ja auch eine städtische Baumschutz-Satzung, die gerade Stadtbild prägende Bäume wie diese Trauerweide unter besonderen Schutz stelle.
Die Marburger Linke stellte den Antrag zunächst zurück. Stadtverordnete Eva Gottschaldt erklärte aber, dass sie vom Kirchenvorstand eine Erklärung verlange, warum die Weide gefällt werden solle.
Stephan Sonntag
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