30.01.2008 (fjh)
Um unseriöse "Handwerker" dürfte es sich nach Vermutungen der Polizei am Dienstag (29. Januar) in Marburg gehandelt haben. Gegen 18.30 Uhr sprachen zwei dunkel gekleidete Südländer eine 64-jährige Hausbesitzerin im Damaschkeweg an und wiesen sie darauf hin, dass ihr Dach offensichtlich durch den letzten Sturm beschädigt worden sei.
Wie es der Zufall wollte, führten die beiden "Handwerker" das entsprechende Werkzeug für die Reparatur gleich mit sich. Für einen angeblichen "Freundschaftspreis" von 800 Euro boten die etwa 20 bis 25 Jahre alten Männer der Dame die sofortige Reparatur an. Ebenso "rein zufällig" fehlte auf dem Dach auch noch eine Firstpfanne.
Glücklicherweise ließ sich die aufmerksame Frau nicht auf das Geschäft ein. Daraufhin verließen die beiden "Handwerker" schnellen Schrittes das Gelände. Aufgrund ihrer Vorgehensweise geht die Polizei davon aus, dass die Beiden vor der Ansprache die Firstpfanne entfernt hatten, um mit der Dame ins Geschäft zu kommen.
Kurze Zeit später wurde bekannt, dass das Duo auch bei den Nachbarn erschienen war und auch ihnen umfangreiche Reparaturarbeiten am dach angeboten hatte. Hier behaupteten die beiden, dass das Haus schon einsturzgefährdet sei. Der Nachbar ließ sich jedoch ebenfalls nicht auf weitere Verhandlungen ein.
Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Geschäften. Meist handelt es sich um überteuerte Angebote.
Die Kriminalpolizei Marburg bittet auch andere Hauseigentümer, sich unverzüglich zu melden, sollten sie entsprechende Geschäfte abgeschlossen haben. Tipps, wie man sich vor unseriösen Haustür-Geschäften schützen kann, sind über die Internet-Adresse
www.polizei-beratung.de abrufbar.
pm: Polizei Marburg
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