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Einmal und zweimal


Schäfer weihte Solarstromanlage auf Lahnbergen ein

16.11.2016 (fjh)
Die bisher leistungsstärkste Solarstromanlage auf einer hessischen Landesliegenschaft hat Finanzminister Dr. Thomas Schäfer am Mittwoch (16. November) auf dem Campus Lahnberge der Philipps-Universität eingeweiht. Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) hat die Anlage mit einAuf dem Campus Lahnberge der Philipps-Universität er Leistung von 135 Kilowatt Peak errichtet.
Sie speist jährlich 115.000 Kilowattstunden in das Versorgungsnetz der Universität ein und bringt Einsparungen an Kohlendioxid (CO2) von 70 Tonnen pro Jahr. Für die nächsten Jahre ist ein weiterer Ausbau vorgesehen.
"Wer sich jetzt im November wieder fragt, wie das Jahr so schnell vergehen konnte, dem wird auch klar: 2030 kommt schneller, als man denkt", betonte Schäfer. "Das Ziel, bis dahin unsere Landesverwaltung CO2-neutral zu stellen, ist also kein abstraktes, das wir irgendwann angehen müssen, sondern wir müssen Tag für die Tag im Hier und Jetzt daran arbeiten. Dass wir und auch die Uni Marburg das aus Überzeugung, gerne und mit Erfolg tun, können wir hier an der leistungsstärksten Solarstromanlage auf einer Landesliegenschaft sehen."
Das Land Hessen verfolgt das Ziel, bis 2030 in der Landesverwaltung CO2-neutral zu arbeiten. Maßnahmen, die der LBIH im Auftrag des Hessischen Finanzministeriums deshalb durchführt, sind unter anderem Sanierungen von Bestandsgebäuden im Rahmen des CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramms (COME-Programm) oder Neubauten nach den hessischen Energieeffizienzstandards im staatlichen Hochbau.
"Auf Initiative der Stadt Marburg die Solarstromanlage auf dem Campus Lahnberge zu errichten, sind wir mit der Inbetriebnahme dem Ziel der Hessischen Landesregierung einer CO2-neutral arbeitenden Landesverwaltung einen weiteren Schritt nähergekommen", erklärte der LBIH-Direktor Thomas Platte. "Wir vermeiden so die Verstärkung des Treibhauseffektes, die Ursache für die globale Erwärmung unserer Welt ist."
Die Solarmodule auf dem Campus Lahnberge befinden sich auf dem Parkdeck neben dem Neubau des Fachbereichs Chemie. Die Anlage ist mit 520 Photovoltaik-Modulen und acht Wechselrichtern mit einer Leistung von jeweils 17 Kilowatt ausgestattet. Die erzeugte Energiemenge entspricht dem Jahresbedarf von etwa 30 Haushalten und deckt den kompletten jährlichen Strombedarf der Zentralen Medizinischen Bibliothek ab.
Eine weitere Solarstromanlage mit einer Leistung von 26 Kilowatt Peak befindet sich auf dem neuen Gebäude des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas am Pilgrimstein. Bei einer Nutzungszeit von mindestens 20 Jahren erzeugen die beiden Anlagen rund 2,7 Millionen Kilowattstunden Strom und vermeiden CO2-Emissionen von etwa 1.650 Tonnen.
Prof. Dr. Siegfried Bien als CO2-Beauftragter der Philipps-Universität betonte: "Mit der neuen Solarstromanlage gehen wir einen wichtigen und großen - insgesamt aber nur einen - Schritt auf unserem Marathon hin zum Ziel der CO2-neutralen Philipps-Universität. Und wir gehen einen großen Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg des Ultramarathons zur CO2-neutralen hessischen Landesverwaltung."
In Marburg läuft seit 2009 das Klimaprojekt "CO2-neutrale Philipps-Universität". Die Klimaneutralität soll durch den Einsatz regenerativer Energien und durch eine Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden. Auch die Sanierung von Gebäuden und Anlagentechnik unterstützen das Ziel einer CO2-neutralen Universität.
pm: Philipps-Universität Marburg
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