16.11.2016 (fjh)
Für ein paar Marburger Polizisten begann der Dienstag (15. November) mit diversen Personenkontrollen rund um den Hauptbahnhof. Gegen einen dort überprüften 28-jährigen Marburger lagen gleich zwei Haftbefehle vor. Da er sie nicht durch Bezahlen des geforderten Betrags abwenden konnte, blieb nur die Festnahme und Überstellung in eine Justizvollzugsanstalt.
Soweit war das Ganze eigentlich polizeiliche Routine. Nicht üblich war aber die darauffolgende Entwicklung.
Die 25-jährige Freundin des Verhafteten erschien auf der Wache, um einige persönliche Gegenstände ihres Lebensgefährten abzuholen. Da dachte sich ein "alter Fuchs": "Überprüf doch einfach auch mal die Frau!"
Auch gegen sie lag ein Haftbefehl vor. Da sie ebenfalls nicht bezahlen konnte, folgte die nächste Festnahme. Ein Treffen des Paares wird es wegen der Unterbringung in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten wohl nicht geben.
Fahnder der Kriminalpolizei kontrollierten am Dienstag (15. November) in der Oberstadt einen 32-jährigen Mann, weil er krampfhaft versuchte, irgendwas unter seiner Kleidung zu verbergen. Die nachfolgenden Erklärungen zur Herkunft der sichergestellten beiden nagelneuen Damenhandtaschen glichen dann eher einer Märchenerzählung.
Zunächst waren sie Weihnachtsgeschenke für seine Freundin. Dann handelte es sich plötzlich um Fundsachen. Den Gipfel setzte der Mann mit der Aussage, dass ihm eine unbekannte Frau diese Taschen zugesteckt habe.
Ermittlungen ergaben allerdings, dass die Taschen beide aus einem Geschäft an der Untergasse stammen. Dort war der 32-jährige Mann zusammen mit einer Begleiterin an den Außenlagen des Geschäfts aufgefallen.
Beide seien nach Ansprache durch eine Verkäuferin geflüchtet. Kurz danach wurde der Diebstahl der eindeutig identifizierten Handtaschen festgestellt.
Der des Ladendiebstahls verdächtige 32-jährige Mann nutzte sein Recht und schwieg. Haftgründe gegen ihn lagen nicht vor.
pm: Polizei Marburg
Text 11989 groß anzeigenwww.marburgnews.de