24.09.2016 (fjh)
Das bundesweite Programm "Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen" (FIM) wollen der
Landkreis Marburg-Biedenkopf und die
Universitätsstadt Marburg gemeinsam realisieren. Im Rahmen dieses Programms sollen bundesweit Arbeitsgelegenheiten für jährlich 100.000 Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz entstehen, um ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Die auch für die Bewilligung der Anträge zuständige
Bundesagentur für Arbeit (BA) zahlt das Programm. Die Abwicklung der Maßnahmen koordinieren Stadt und Landkreis gemeinsam. Obgleich die Förderrichtlinie erst vor wenigen Tagen beschlossen worden ist, haben Kreis und Stadt in enger Abstimmung mit der Agentur bereits "Leitideen" für die Umsetzung des Programms entwickelt und appellieren nun an öffentliche Institutionen und staatliche, kommunale und gemeinnützige Träger in der Region, Konzepte für einzelne oder mehrere Arbeitsgelegenheiten einzureichen.
Die Arbeitsgelegenheiten im Rahmen von FIM müssen zusätzlich sein: Die zu leistende Arbeit darf ohne die Arbeitsgelegenheiten nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden. Die BA zahlt den Trägern der Arbeitsgelegenheiten für die Durchführung neben einer monatlichen Pauschale die für die Teilnehmenden verausgabte Mehraufwandsentschädigung.
Wichtige Maßgabe von Stadt und Landkreis ist, dass ausschließlich FIM-Plätze realisiert werden, die konzeptionell mit einem Sprachkurs im Umfang von vier bis sechs Stunden verbunden werden und die Teilnahme an den OPEN VOICE-Bildungsveranstaltungen dienstags und donnerstags jeweils am Nachmittag ermöglichen. Eine breite Verteilung in der Region wird begrüßt.
"Wir sind gespannt auf interessante Konzepte von den Trägern", ermutigten Weinbach und Zachow die potentiellen Träger. "Dabei hoffen wir auf eine möglichst große Vielfalt an Arbeitsgelegenheiten, die den ganz unterschiedlichen Potentialen der neu Zugewanderten gerecht werden."
Für Dienstag (27. September) um 10.30 Uhr sind alle interessierten Träger zu einem Informationsgespräch in der Agentur für Arbeit Marburg am der Afföllerstraße eingeladen. Weitere Informationen gibt die Bildungskoordinatorin für neu Zugewanderte unter der Telefonnummer 06421/405-1379.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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