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Auszeit


Land will Camp in Cappel schließen

31.08.2016 (fjh)
Zur Ankündigung des Hessischen Finanzministeriums, die Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Marburg-Cappel zu schließen, hat sich Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies im Cappeler Camp am Mittwoch (31. August) geäußert. Die Landesregierung hatte den Oberbürgermeister am Vormittag über ihre Entscheidung informiert.
"Die Universitätsstadt Marburg und Hunderte von Ehrenamtlichen haben mit der Begleitung der geflüchteten Menschen im Camp bundesweit Maßstäbe gesetzt", erklärte Spies. "Darauf sind wir stolz. Wir haben gezeigt, dass diese Menschen hier willkommen waren und sind."
Aus Anlass der 2015 kurzfristig erfolgten Einrichtung des Camps in Cappel durch das Land Hessen hatte die Stadt Marburg das Portal Gisselberg als Zentrum für Flüchtlinge mit praktischen Angeboten zur Integration eingerichtet. Dazu gehörten Sprachkurse, Alltagstraining und Kinderbetreuung genauso wie eine Kleiderkammer.
Zudem wurden - hessenweit einmalig - drei Ombudsleute als direkte Vertretung für die Menschen im Camp berufen. Weiter war Marburg der erste Standort in Hessen, an dem für den Winter befestigte Unterkünfte statt Zelten für die Menschen aus den Krisengebieten geschaffen wurden.
"Wir werden jetzt ganz in Ruhe überlegen, wie wir das Camp-Areal in Zukunft sinnvoll nutzen können", erklärte Oberbürgermeister Spies zur Entscheidung des Landes. "Das Engagement für die in Marburg lebenden Flüchtlinge bleibt davon unbenommen und in jedem Fall eine der zentralen Aufgaben", betonte das Stadtoberhaupt. Denn in Marburg leben geflüchtete Menschen nicht nur im Camp: Die Stadt ist als Kommune für Flüchtlinge zuständig, die ihr dauerhaft zugewiesen werden.
pm: Stadt Marburg
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