26.07.2016 (fjh)
Über Epilepsie, ihre Ursachen, Symptome und den richtigen Umgang damit hat das Diakonische Werk Oberhessen (DWO) mit mehreren Partnern am Heumarkt informiert. Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach eröffnete den Tag und wünschte der Kampagne viel Erfolg. Auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies nahm als Botschafter der Epilepsiestiftung am Aktionstag teil.
Ziel der Kampagne ist, die Öffentlichkeit über die chronische Erkrankung zu informieren. Noch immer kommt es zu Stigmatisierung und Ausgrenzung von Betroffenen. Viele verschweigen deswegen ihre Epilepsie.
In Hessen leben etwa 40.000 Personen, die von unterschiedlichen Formen der Epilepsien und den dadurch bedingten Einschränkungen betroffen sind. Epilepsie beruht auf einer momentanen Funktionsstörung des Gehirns.
Sie kann verschiedene Ursachen haben. Das reicht von einer angeborenen erhöhten Anfallsbereitschaft bis zu Folgen einer Schädigung des Gehirns als Folge von Entzündung, Hirnblutung, Sauerstoffmangel während der Geburt, Hirnverletzung durch einen Unfall, Stoffwechselstörung des Gehirns, Schlaganfall oder Tumor.
Beobachter eines epileptischen Anfalls berichteten über ihre Betroffenheit und Unsicherheit. Darum ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist.
Ruhe zu bewahren, den Kopf weich zu lagern und vor Verletzungen zu schützen, ist dabei wichtig. Dauert der Anfall länger als drei Minuten, sollte man den Notarzt rufen.
Die helfende Person wartet, bis der oder die Betroffene wieder bei vollem Bewusstsein ist. Fragen nach Ort, Zeit und Namen können dabei hilfreich sein.
Die Regenerationszeit nach einem Anfall dauert unterschiedlich lange. Weitergehende Informationen zur Kampagne und zum Umgang mit Epilepsie sind unter
www.epilepsie-aufklaerung-hessen.de zu finden.
pm: Stadt Marburg
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