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Auf Schaufel


Fliegerbombe in der Neuen Kasseler Straße gefunden

19.07.2016 (fjh)
Bei Baggerarbeiten in der Neuen Kasseler Straße fanden Arbeiter am Dienstag (19. Juli) eine mutmaßliche Bombe. Nach ersten Einschätzungen handelt es sich um eine 50-Kilo-Bombe aus dem Zweiten weltkrieg.
Seit etwa 15.15 Uhr besteht eine weiträumige Absperrung um den Fundort. Mit Behinderungen für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr und sicherlich auch für den Schienenverkehr ist zu rechnen. Der Kampfmittelräumdienst wurde verständigt.
Nach ersten Untersuchungen hat der Kampfmittelräumdienst entschieden, den Gegenstand vor Ort zu entschärfen. Die Experten haben einen zu sperrenden und räumenden Bereich von 300 Metern um den Fundort festgelegt. Nach ersten Schätzungen betrifft die notwendige Evakuierung etwa 1.000 Bewohner.
Betroffen sind die Neue Kasseler Straße, die Afföllerstraße, die Alte Kasseler Straße, die Schützenstraße, Eisenstraße und die Zimmermannstraße. Dieser Bereich ist auch voll gesperrt, sodass es Berzeit in der Innenstadt zu erheblichen Behinderungen kommt.
Zudem steht der Zugverkehr von Marburg aus in Richtung Norden und umgekehrt. Entsprechende Rundfunkwarnmeldungen sind veranlasst.
Die geplante Entschärfung findet am Abend nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen statt. Die Polizei bittet die betroffenen Bewohner, die Evakuierung zu unterstützten und ihre Wohnungen zu verlassen. Busse stehen beim Arbeitsamt, am Bahnhofsvorplatz und am Schützenplatz bereit und bringen die Bewohner in die Georg-Gaßmann-Halle.
Nach Abschluss der umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen konnten die Experten des Kampfmittelräumdiensts den Sprengkörper erfolgreich entschärfen und anschließend ordnungsgemäß entsorgen. Beim Entschärfen kam es zu keinen Zwischenfällen.
Sämtliche Sperrungen sind seit 20.25 Uhr aufgehoben. Die Bewohner können wieder zurück in ihre Wohnungen. Der Fußgänger- und Fahrzeugverkehr sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene kann wieder stattfinden.
Der Einsatz dauerte von 14.50 bis 20.25 Uhr. Im Einsatz waren neben dem Kampfmittelräumdienst mindestens 100 beschäftigte von Ordnungsamt der Universitätsstadt Marburg, den Stadtwerken Marburg (SWM) mit drei Bussen, der Feuerwehr, vom Rettungsdienst, Hessen Mobil für die Sperrmaßnahmen auf der Stadtautobahn B3A sowie von Bundespolizei und Polizei.
pm: Polizei Marburg
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