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DFG fördert Graduiertenkolleg zu Zellplastizität

31.05.2016 (fjh)
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das von der Philipps-Universität beantragte Graduiertenkolleg (GRK) "Membrane Plasticity in Tissue Development and Remodeling". Das entschied jetzt der zuständige Bewilligungsausschuss.
In der aktuellen Periode fördert die DFG 18 neue Graduiertenkollegs mit insgesamt 74 Millionen Euro. Sprecherin des neuen Marburger GRK ist Prof. Dr. Annette Borchers.
Das Kolleg wird für zunächst viereinhalb Jahre gefördert und nimmt voraussichtlich ab Oktober 2016 seinen Ausbildungs- und Forschungsbetrieb auf. Beteiligt sind Professorinnen und Professoren aus den Marburger Fachbereichen Biologie (Prof. Dr. Annette Borchers, Jun.-Prof. Dr. Susanne Önel, Prof. Dr. Renate Renkawitz-Pohl) und Medizin (Prof. Dr. Robert Grosse, Prof. Dr. Ralf Jacob, Prof. Dr. Dominik Oliver, Prof. Dr. Marco Rust, Prof. Dr. Gerhard Schratt, Prof. Dr. Thomas Worzfeld) sowie vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim (Dr. Masanori Nakayama).
"Wir freuen uns, mit unserem Programm durch die hochwertige Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zur internationalen Attraktivität der Philipps-Universität beizutragen", sagte Brochers. "Damit stärken unser Forschungsverbund sowie weitere Initiativen, die sich in der Antrags- beziehungsweise Begutachtungsphase befinden, die Marburger Exzellenz auf dem Gebiet der modernen Zellbiologie."
Im Rahmen dieses Promotionsprogramms werden Doktorandinnen und Doktoranden molekulare Signalmechanismen erforschen, die die Plastizität der Zellmembran - ihre räumliche und zeitliche Dynamik - beeinflussen. Diese Membran-Plastizität ist zum einen wichtig während der embryonalen Entwicklung, zum anderen aber auch eine notwendige Voraussetzung für die Umgestaltung oder Reparatur von Gewebeverbänden im ausgewachsenen Organismus, beispielsweise bei Wundheilung oder Lernprozessen.
Auf zellulärer Ebene werden die Wanderung von Zellen, die Entstehung von Zell-Zell-Kontakten sowie molekulare Mechanismen der Zell-Fusion im Gehirn, den Muskeln und der Niere untersucht. Fehlsteuerungen hier können zu komplexen Krankheitsbildern wie mentalen Störungen oder der Tumorentstehung beitragen.
Im Mittelpunkt des Ausbildungsprogramms stehen genetische und molekularbiologische Methoden in Kombination mit hochauflösender Mikroskopie. Die Ausbildung wird durch ein innovatives Mentoring-Programm abgerundet, das den Promovierenden Gelegenheit bietet, sich frühzeitig international zu vernetzen und so ihre individuellen Karrierechancen in Hochschulen und der freien Wirtschaft zu optimieren.
pm: Philipps-Universität Marburg
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