28.02.2016 (ms)
Alle Wahlberechtigten ruft die
Humanistische Union (HU) zur Teilnahme an den Kommunalwahlen in Hessen auf. Insbesondere fordert sie die Menschen auf, am Sonntag (6. März) auch von den Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens Gebrauch zu machen.
"Nehmen Sie Ihre demokratischen Rechte wahr und gehen Sie wählen", bittet der nord- und mittelhessische HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke die Stimmberechtigten. "Nehmen Sie Einfluss auf die Politik vor Ort und votieren sie für diejenigen Bewerber, denen Sie das Wohl Ihrer Kommune anvertrauen möchten!"
In allen hessischen Landkreisen, Städten und Gemeinden werden die Parlamente gewählt. In größeren Städten bestimmen die Wahlberechtigten zudem auch Mitglieder von Ortsbeiräten.
Bei Gemeinderäten, Stadtparlamenten und Kreistagen haben die Wahlberechtigten jeweils so viele Stimmen, wie das zur Wahl stehende Parlament Sitze hat. Somit können sie bei der Wahl der Marburger Stadtverordnetenversammlung (StVV) insgesamt 59 Kreuze verteilen. Für den Kreistag des
Landkreises Marburg-Biedenkopf haben sie sogar 81 Stimmen.
Dabei können sie eine Wahlliste auswählen oder ihre Kreuze auf mehrere Kandidierende auch unterschiedlicher Parteien verteilen. Bis zu drei Stimmen kann ein Wähler einem einzigen Bewerber geben. Dieses Sammeln von Stimmen nennt man "Kumulieren".
Das Ankreuzen von Kandidierenden unterschiedlicher Wahllisten wird als "Panaschieren" bezeichnet. Durch dieses bürgerfreundliche Wahlrecht wird die Macht der Parteien ein wenig beschnitten. Gleichzeitig werden den Wahlberechtigten mehr Möglichkeiten eingeräumt, ihre persönlichen Einschätzungen in die Wahlentscheidung einzubringen.
Dafür sollten sich die Stimmberechtigten nach Auffassung der HU Marburg auch die Zeit nehmen, die unhandlich großen Wahlzettel in Ruhe auszufüllen. Im Wahlakt sieht die Bürgerrechtsorganisation nicht nur eine Chance für die Kommunen und ihre Bevölkerung, sondern zugleich auch die Grundlage für gemeinschaftliches demokratisches Handeln auch während der darauffolgenden Legislaturperiode.
"Demokratie kann jedoch nur gedeihen, wenn alle ihre elementaren Grundlagen respektieren und verteidigen", mahnte Hanke abschließend. "Deswegen sollte man nur Kandidaten und Parteien wählen, die sich ohne Wenn und Aber zu Grundrechten wie der Würde des Menschen, dem Recht auf Leben und Körperliche Unversehrtheit und auch zum - aus leidvoller Erfahrung mit der Nazi-Diktatur hervorgegangenen - Asylrecht bekennen."
pm: Humanistische Union Marburg
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